Als Deutschlands Autobahnen leer waren: Was die Ölkrise 1973 und das Desaster von Hormus gemein haben
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Als Deutschlands Autobahnen leer waren: Was die Ölkrise 1973 und das Desaster von Hormus gemein haben
14. April 2026 | Oliver Stock
1973 standen die Autos still, weil das Öl knapp wurde. Die Antwort: Staaten bauten Reserven auf und machten Energie zur Sicherheitsfrage. Die aktuelle Situation fatal an das, was damals geschah
Die Drohung ist konkret, und sie ist brandgefährlich. Donald Trump hat angekündigt, die Straße von Hormus militärisch unter Kontrolle zu bringen und den Schiffsverkehr vorübergehend massiv einzuschränken. Was derzeit das Mullah-Regime mit seinen Raketenangriffen auf Tanker macht, die durch die Meerenge wollen, will Trump unter eigener Regie durchziehen. Der Effekt ist der gleiche: Tanker weichen aus, Versicherungen explodieren und Lieferketten reißen. Die wichtigste Energie-Ader der Welt beginnt zu stocken. Und genau daraus kann eine Dynamik entstehen, die Europa zuletzt 1973 erlebt hat: knapper Treibstoff, staatliche Eingriffe, Sonntagsfahrverbote, leere Autobahnen. Damit flackert ein Szenario auf, das die Älteren heute noch so gut im Kopf haben, wie die Auswirkungen der Banken-Krise oder der Corona-Pandemie.
Hormus ist kein geografisches Detail. Rund 20 Prozent des weltweiten Ölverbrauchs fließen durch diese Meerenge. Bei Flüssiggas sind es sogar 25 Prozent. Wer hier den Fluss stört, trifft die Weltwirtschaft ins Mark. Der erste Schock baut sich wie in jeder Energiekrise derzeit bereits dort auf, wo die Abhängigkeit am größten ist: in Asien. Mehr als 80 Prozent des Öls aus der Golfregion werden dorthin transportiert. Entsprechend schnell gerät Asien unter Zugzwang: Die Philippinen haben den Energienotstand ausgerufen. Myanmar rationiert Benzin für private Fahrzeuge. In........
