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Weil es andere nicht tun, macht Donald Trump sich selbst zur Legende

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03.09.2026

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Weil es andere nicht tun, macht Donald Trump sich selbst zur Legende

02. September 2026 | Ansgar Graw

Sein Gesicht auf dem Geld, sein Name an Flughäfen und Bahnhöfen, seine Handschrift in Landkarten und im Stein der Hauptstadt: Donald Trump betreibt Erinnerungspolitik in eigener Sache.

Es klingt wie aus einem Staat, in dem der Herrscher mit dem Land verwechselt wird: Zum 250. Geburtstag der USA bereitete das Finanzministerium eine 250-Dollar-Note mit Donald Trumps Porträt vor. Doch das Jubiläum am 4. Juli verstrich, der Kongress hob das Verbot lebender Personen auf Banknoten nicht auf. Immerhin: Trumps Unterschrift soll künftig auf US-Papiergeld erscheinen - erstmals die eines amtierenden Präsidenten.

Trump liebt den Superlativ und nennt seine Erfolge „einzigartig“, „beispiellos“ und „historisch“. In sozialen Netzwerken verbreitet er KI-Bilder, die ihn wie Jesus oder über Wasser laufend zeigen. Trump treibt den Narzissmus auf eine von zahlreichen Psychiatern als krankhaft eingestufte Höhe. Seit Jahren klagt er, die „Lügenpresse“ würdige nicht seine Erfolge. Er, dem als Playboy, Immobilienentwickler und Reality-TV-Star die Yellow Press in New York regelmäßig positive Schlagzeilen verschaffte, wird von den Politik-Korrespondenten seit Beginn seines Wahlkampfs im Juni 2015 vornehmlich verrissen – oft zu recht, gerade in der ersten Amtszeit mitunter aber auch einem linken Reflex folgend. Durch Geld, Institutionen, Bauten und Landkarten verschafft Trump sich nun jene Größe, die andere ihm angeblich missgönnen.

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