Der große Bluff: Wie Trump den Iran-Deal beerdigt – und trotzdem weiterverhandeln lässt
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Der große Bluff: Wie Trump den Iran-Deal beerdigt – und trotzdem weiterverhandeln lässt
08. Juli 2026 | Ansgar Graw
Der US-Präsident erklärt die Gespräche mit Teheran für gescheitert. Aber er hält eine entscheidende Hintertür offen. Und sieht sich als Nummer 1 auf der Kill-Liste der Mullahs
Donald Trump pokert hoch im Iran-Krieg, riskiert beim Nato-Gipfel in Ankara die Reste seiner Glaubwürdigkeit – und könnte doch nach Wochen der Erfolglosigkeit erstmals Bodengewinn gegenüber Teheran erzielt haben. Nebenbei facht der US-Präsident Spekulationen über mögliche Anschläge auf seine Person durch den Iran an.
„Ich glaube, sie ist vorbei. Ich will mit ihnen nicht mehr verhandeln. Sie sind Abschaum“, sagte der US-Präsident am Mittwoch während des Nato-Gipfels über den Stand der Gespräche mit Teheran zu Journalisten. Und weiter: „Sie sind kranke Menschen. Sie werden von kranken Menschen geführt.“ Es sei „einfach Zeitverschwendung, sich mit ihnen abzugeben. Sie sind Lügner.“
Das sieht aus wie eine 180-Grad-Wende gegenüber seinem Selbstlob für die vermeintliche Einigung mit dem Iran, die er am 14. Juni über Truth Social in die Welt posaunt hatte. „Der Deal mit der Islamischen Republik Iran ist nun komplett. Glückwunsch an alle!“, schrieb er da, und: „Schiffe der Welt, startet eure Motoren. Lasst das Öl fließen!“ Der Deal wurde als 60-Tage-Rahmen beschrieben: Waffenruhe, Öffnung der Straße von Hormus, dann Verhandlungen über Teherans Atomprogramm und die Aufhebung von Sanktionen.
Wie es laut US........
