Chronik der Woche: Warum Linke Italien lieben und was der Lake Ontario mit Soccer zu tun hat
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Chronik der Woche: Warum Linke Italien lieben und was der Lake Ontario mit Soccer zu tun hat
04. September 2026 | Ansgar Graw
Von Antisemitismus in Berlin über den Widerspruch, dass man Bäume fällt, um den Klimawandel zu bekämpfen, bis zum Ende des Sommers. Aus unserem Newsletter.
Deutschlands Linke hat eine große Affinität zu Italien. Die Toskana-Fraktion um 68er wie Schily, Lafontaine, Joschka Fischer, Claudia Roth oder Trittin machte dort zunächst Urlaub und erwarb später oft Immobilien. Die Faszination, die von der Kommunistischen Partei Italiens unter Enrico Berlinguer auf die westdeutsche Linke ausging, Stichwort: „Eurokommunismus“, war einer der Gründe. Über Antonio Gramscis Theorie der kulturellen Hegemonie wurde ausufernd bei reichlich Chianti diskutiert. Jetzt zieht es auch Bodo Ramelow nach Italien, allerdings nach Südtirol. Diese und andere Momente vermerke ich in der letzten Sommerwoche in meiner zuverlässig subjektiven Chronik. Donnerstag, 27. August In der Mitarbeiterrunde morgens um 9 Uhr sitzt erstmals ein junger Kollege im (dünnen) schwarzen Rollkragenpullover. Klares Signal: Jetzt geht’s Richtung Herbst. Die daneben sitzende Kollegin mit Spagettiträgern wird das (trotz noch zu erwartender Sonnentage) nicht aufhalten. Freitag, 28. August „Für uns heißt es weiter Lake Ontario, wie der übliche Name ist“, wird ein Sprecher des Auswärtigen Amtes zitiert,........
