„Friedrich Merz – unser letzter Sponti“
t az: Herr Küppersbusch, was war schlecht vergangene Woche?
Friedrich Küppersbusch: Lawrow hämt hinter Wadephul her.
taz: Und was wird besser in dieser?
Küppersbusch: „Bestes Einvernehmen“ schadete Wadephul mehr.
taz: Die Berliner Linke hat auf einem Parteitag darüber abgestimmt, ob sie Grüne und SPD zu Sondierungsgesprächen einlädt. Wie beurteilen Sie das Ergebnis?
Küppersbusch: 2005 und 2013 gab es rot-rot-grüne Mehrheiten im Bund, die Mehrheit hatte Mitte-links gewählt und bekam jeweils – Merkel. Kann man mal in Betracht ziehen, wenn über das „Erstarken der Ränder“ fabuliert wird. Berlin wurde seit 2002 insgesamt 16 Jahre von zwei oder drei der Bündnispartner regiert, der Zustand der Stadt ist kein Kompliment für ihre Kompetenzen. Beides zusammen stellt allerdings die Frage, woher diese Riesenaufregung jetzt kommt. Die Antisemitismusdebatte sollte wenigstens so geführt werden, dass auch jüdische Deutsche ihre Kritik an Netanjahus Kriegsverbrechen äußern können. Der große Enteignungsspaß mag nie kommen, hat jedoch schon jetzt das Thema Wohnungsnot klarer adressiert denn je. Beunruhigend, dass Union, SPD, Grüne die AfD ablehnen und ihre Abschottungspolitik einfach nachmachen. Sollen sie die Linke........
