Neue DMCA-Meldungen der FIFA sorgen für Verwunderung
Neue DMCA-Meldungen der FIFA sorgen für Verwunderung
Dubiose DMCA-Meldungen im Namen der FIFA werfen Fragen auf. Steckt eine KI, ein Dienstleister oder ein konkurrierender Pirat dahinter?
Ungewöhnliche Formulierungen und juristische Fehler wecken Zweifel
Stammen die Beschwerden der FIFA von einer KI?
Forderung nach kompletter Löschung aus dem Index
Was hat die FIFA mit der NBA, NFL und Formel 1 zu tun?
Konkurrenzkampf unter Piraten als mögliche Erklärung
Transparenz bleibt dringend notwendig
Während die FIFA mit der laufenden Fußballweltmeisterschaft Milliarden verdient, laufen im Hintergrund zahlreiche DMCA-Meldungen gegen die illegale Konkurrenz, die die Spiele übertragen. Wie die Kollegen von Torrentfreak berichten, tauchten kürzlich merkwürdige DMCA-Meldungen auf, die angeblich selbst vom „FIFA World Cup“ stammen sollen.
Die DMCA-Löschanträge veröffentlichte die Lumen Datenbank. Das ist eine von der Harvard Universität betriebene Transparenzplattform zur Aufdeckung von Copyright-Beschwerden. Dort finden sich Dutzende Anträge an Google. Die Suchmaschine soll verschiedene Streaming-Portale aus den Suchergebnissen entfernen.
Ungewöhnliche Formulierungen und juristische Fehler wecken Zweifel
Teile der Beschwerden klingen sehr sperrig und sind sogar teilweise falsch. Den betroffenen Webseiten wirft man unter anderem vor, sie würden „nicht autorisierte Markenkonfigurationen“, „proprietäre digitale Layout-Elemente“ oder „markenrechtlich geschützte Medienrahmen“ verwenden. Man habe damit offizielle FIFA-Angebote nachgeahmt, heißt es in den Meldungen.
Juristisch gesehen ist das widersprüchlich. Die Begriffe stammen überwiegend aus dem Markenrecht, doch es geht hier um Löschungen aufgrund von Verletzungen des Copyrights, also des Urheberrechts. Das kann man eigentlich nicht vermischen,
Noch merkwürdiger werden die Schreiben durch die Nutzung von Begriffen wie „programmatische Indexierungsmatrizen“, „automatisierte Datenbank-Scraper“ oder „verschleierte Linkstrukturen“. Das klingt sehr KI-generiert und künstlich. Siehe auch der Screenshot unten.
Stammen die Beschwerden der FIFA von einer KI?
Der Verdacht liegt nahe, dass Unbekannte die Texte zumindest teilweise automatisiert erstellt haben. Ein Test mit dem KI-Erkennungstool Pangram besagt, dass beim Schreiben wahrscheinlich gar kein Mensch beteiligt war. Vor allem die ungewöhnliche Wortwahl erweckt den Eindruck, dass die DMCA-Beschwerden nicht den üblichen Standards professioneller Anti-Piraterie-Dienstleister........
