Replik zum Artikel „Vom Keller in die Cloud: Warum das lokale Firmen-Rechenzentrum zum Sicherheitsrisiko wird “
Replik zum Artikel „Vom Keller in die Cloud: Warum das lokale Firmen-Rechenzentrum zum Sicherheitsrisiko wird “
Replik zum Cloud-Hype: Wie FUD täuscht, welche Risiken der US Cloud Act birgt und warum die lokale IT erforderlich bleibt.
Rhetorische Irreführung: FUD
2. Kosten und Cash-Flow Risiko Cloud
3. Cloud Risiko Zugriffsverlust
4. Ausfälle in der Cloud
5. Datenverluste in der Cloud
6. Abhängigkeit: Einmal Cloud und niemals zurück
Die Cloud ist da, um zu bleiben
Europäische Alternativen
Eine Replik von Bernhard Schott zu unserem Artikel letzte Woche, warum es angeblich stets sinnvoll sein soll, das lokale Firmen-Rechenzentrum für eine Cloud-Lösung aufzugeben.
Der Artikel verärgert beim Lesen durch rhetorische Irreführung: durch FUD. Darüber hinaus vereint er ein Konglomerat von weitgehend unzusammenhängenden Argumenten zu einem zweifelhaften Cloud-Plädoyer. Zum Schluss ein Ausblick: Die Cloud ist da, um zu bleiben.
Rhetorische Irreführung: FUD
Lassen Sie uns das Thema FUD zuerst betrachten: Der Artikel adressiert zwei Lesergruppen.
Manager ohne technischen Hintergrund
Entscheidungsträger, die den Schritt in die Cloud a) vollzogen haben und b) inzwischen bereuen.
Im letzteren Fall dient der Artikel als Trost und Rechtfertigung für überbordende Cloud- und Dienstleisterkosten.
Der Artikel wendet sich an IT-Entscheidungsträger um sie „don’t think twice, it’s alright“ in die Cloud zu locken. Und vor allem in die Microsoft-Cloud – die einzige explizit erwähnte.
FUD steht für eine manipulative Kommunikationsstrategie. Verwendete Methodik: Der Artikel setzt einen irreführenden Kontext mit einem massiv überzogenen Beispiel eines schlecht gemanagten lokalen Rechenzentrums (RZ) und mischt dabei räumliche Beschreibung (Keller) mit fehlgeleiteten Motivationen (trügerisches Gefühl von Kontrolle) und Behauptungen ohne Beleg (professionelle Gas-Brandschutzsysteme => wie jene, die bei Nutzung die Festplatten der Server zerstören?).
Was soll das? Diese rhetorische Technik nennt sich FUD: Fear, Uncertainty, Doubt. Der Leser wird hier ge-FUD-et um den folgenden Empfehlungen (Public Cloud) zu folgen.
Die Kombination von Buzz-Words ist Bingo-würdig und zielt auf die Verunsicherung der Manager-Ebene. Warum sind extern verwaltete Systeme modern und lokale nicht? Bezieht sich die Aussage auf das RZ oder die Hardware (HW) oder das OS oder die Middleware oder die Applikationen oder die Datenbanken oder die Betriebsverfahren? Zitat „Die Illusion der physischen Kontrolle weicht der harten Realität hochkomplexer Cyberbedrohungen und Ransomware-Angriffe.“
Ähnlich sinnvoll: Der Fisch und das Fahrrad! Die haben noch nie zusammengepasst – auch nicht in der Cloud. Der Artikel wirft immer wieder Argumente aus verschiedenen technologischen und regulatorischen Ebenen durcheinander, in der Hoffnung, dies möge der reduzierten Aufmerksamkeit des Management-Lesers entgehen.
Mich (IT Manager, Technologie Berater) hat der Artikel verärgert. Ich werde weiterhin Cloud vor allem gezielt zweckgebunden nutzen: z.B. zur Ablage von EDBs (Encrypted Data Blobs), wohlgemerkt: lokal verschlüsselt -> dann erst hochladen.
Der Artikel „Vom Keller in die Cloud“ fasziniert im Übrigen durch jene Themen, die er NICHT erwähnt oder erläutert:
Verlust der Governance in der Cloud durch den US Cloud Act
Kosten und Cash-Flow Risiko Cloud
Cloud Risiko Zugriffsverlust
Ausfälle in der Cloud
Datenverluste in der Cloud
Abhängigkeit: Einmal Cloud und niemals zurück
Ausblick: Die Cloud ist da, um zu bleiben
In diesem Fall verbreitet der Artikel gezielt den falschen Eindruck, Zitat: „Ein kompetenter regionaler IT-Partner bietet rechtliche Greifbarkeit und stellt zudem sicher, dass sensible Daten den europäischen Rechtsraum nicht unkontrolliert verlassen.“
Moment – wir sprachen doch bisher von Public Cloud – mit dem einzigen Beispiel Microsoft 365? Nun, Microsoft unterliegt dem US Cloud Act – auch wenn........
