Undress.App: Deepnude boomt – Millionen Opfer, kaum Konsequenzen
Undress.App: Deepnude boomt – Millionen Opfer, kaum Konsequenzen
Deepnude-Plattformen wie Undress.App boomen. Ein globales Netzwerk nutzt Gesetzeslücken, während Betroffene um Kontrolle und Würde kämpfen.
Ein Klick zur digitalen Entblößung
Undress.App als Teil eines wachsenden Deepfake-Netzwerks
Offshore-Konstrukte: Wer steckt hinter der Undress App?
Privacy-Dienste und Infrastruktur als Schutzschild
Deepfakes als Rechtsproblem: Die Lücke wird sichtbar
Rechtsdurchsetzung gegen Undress.App stößt an Grenzen
Ein lukratives Geschäftsmodell auf Kosten der Opfer
Ein mit Freunden im Internet geteiltes Foto genügt und nur Augenblicke später existiert davon ein täuschend echtes Nacktbild. Plattformen wie Undress.App haben Deepfake-Pornografie als skalierbares, profitables Geschäftsmodell industrialisiert. Während Millionen Frauen betroffen sind, bleiben die Betreiber im Schatten. Sie sind geschützt durch ein globales Netz aus Tarnfirmen, Offshore-Strukturen und Infrastruktur-Diensten.
Eine Briefkastenfirma in Belize, der Tarnservice aus Island, eine mutmaßlich beteiligte Lettin. Plattformen wie Undress.App zeigen, wie sich Deepfake-Pornografie kommerzialisieren lässt. Laut Recherchen der NZZ steckt hinter einem der größten Portale ein Netzwerk, das gezielt die Schwächen internationaler Strafverfolgung ausnutzt. Politik und Justiz laufen bisher hinterher. Der Zürcher Anwalt Martin Steiger, spezialisiert auf Recht im digitalen Raum, bringt das Problem gegenüber NZZ auf den Punkt:
„In unserem liberalen Rechtsstaat dürfen wir uns keine Illusionen machen. Bei der Durchsetzung von Recht im grenzüberschreitenden digitalen Raum stossen Strafverfolgungsbehörden schnell an Grenzen.“
„In unserem liberalen Rechtsstaat dürfen wir uns keine Illusionen machen. Bei der Durchsetzung von Recht im grenzüberschreitenden digitalen Raum stossen Strafverfolgungsbehörden schnell an Grenzen.“
Ein Klick zur digitalen Entblößung
Die Funktionsweise von Undress.App ist simpel. Nutzer laden lediglich Fotos hoch, oftmals aus sozialen Netzwerken, und lassen eine KI die Kleidung entfernen oder Gesichter in pornografische Inhalte einsetzen. Dabei entstehen täuschend echte Deepfake Nacktbilder in Sekunden. Solche Dienste, auch bekannt als Deepnude Websites, Nudify-Plattformen oder AI Undress Tools, bieten häufig kostenlose Einstiegsbilder. Weitere Inhalte werden monetarisiert. Bezahlt wird bequem per Kreditkarte oder Online-Zahlungsdiensten.
Laut Recherchen der NZZ verzeichnet Undress.App monatlich Millionen Besucher, ein Hinweis darauf, wie stark der Markt bereits boomt. Zugleich steigt die Zahl der Betroffenen drastisch, darunter nicht nur Erwachsene, sondern ebenso Minderjährige. Auch prominente Fälle wurden bereits öffentlich.
Undress.App als Teil eines wachsenden Deepfake-Netzwerks
Die Undress.App ist nur die Spitze des Eisbergs. Recherchen von NZZ zeigen, dass zahlreiche ähnliche Domains existieren, etwa mit Endungen wie .cc oder .love. Inhalt, Aufbau und Technik sind dabei nahezu identisch.
Das deutet auf ein strukturiertes........
