TeamPCP-Hacker geschnappt: Dieser Anfängerfehler verriet seine Identität
TeamPCP-Hacker geschnappt: Dieser Anfängerfehler verriet seine Identität
TeamPCP-Hacker geschnappt: Zwei mutmaßliche Mitglieder sind festgenommen. Ein Anfängerfehler half, einen der Beteiligten zu identifizieren.
Zwei mutmaßliche TeamPCP-Hacker festgenommen
Mehr als 1.000 Organisationen betroffen
TeamPCP nutzte Software-Lieferkette als Einfallstor
Mutmaßlicher Hacker nannte sich „Ellis“
Der Anfängerfehler: „OPSEC Express“
Die Spur führte nach Perth
Der Alias „Deadcatx3“
Steam-Account lieferte entscheidendes Puzzleteil
TeamPCP zeigte sich öffentlich
Journalist sprach mit seinem Verdächtigen
TeamPCP ist kein klassischer Hacker-Ring
TeamPCP entwickelte seine Angriffsmethoden weiter
LiteLLM und tausende betroffene Organisationen
Ermittler haben 100 Terabyte Daten sichergestellt
Noch kein Schuldspruch
Die Hackergruppe TeamPCP ist ins Visier internationaler Ermittler geraten. In Australien wurden zwei mutmaßliche TeamPCP-Hacker festgenommen. Einer der Verdächtigen soll sich dabei durch einen Anfängerfehler selbst verraten haben.
Die Behörden werfen den beiden jungen Männern vor, an einem international agierenden Cybercrime-Syndikat beteiligt gewesen zu sein, das manipulierte Open-Source-Software für Angriffe eingesetzt haben soll. Auf diesem Weg konnten die Angreifer sowohl zahlreiche Unternehmen und Organisationen als auch Entwickler erreichen.
Einer der mutmaßlichen Drahtzieher vernachlässigte seine OPSEC (Operational Security) offenbar sträflich. Dabei hinterließ er Spuren, die ihn letztlich enttarnten. Sicherheitsjournalist Brian Krebs konnte bereits vor der Festnahme die wahre Identität eines TeamPCP-Akteurs aufdecken. Wie Krebs ausführte, verriet sich der Hacker gleich durch eine ganze Reihe eindeutiger digitaler Spuren.
Zwei mutmaßliche TeamPCP-Hacker festgenommen
Am 26. August 2026 nahmen die australischen Behörden zwei Männer im Bundesstaat Western Australia fest. An dem Einsatz waren die Australian Federal Police (AFP), die Western Australia Police Force (WAPF) und das FBI beteiligt. Konkret handelt es sich bei den Beschuldigten um den 21-jährigen Ruben Ian Thomson aus Cottesloe und den 23-jährigen Louis Michael Gaebler aus Mandurah. Laut Australian Federal Police (AFP), der australischen Bundespolizei, wurden gegen die beiden Männer in Australien 14 Vorwürfe erhoben. Die australischen Ermittler gehen davon aus, dass die beiden Männer Teil eines international agierenden Cybercrime-Netzwerks waren. Bei Durchsuchungen in Cottesloe, Hamilton Hill und Mandurah stellten die Ermittler elektronische Geräte und weitere Gegenstände sicher.
Laut ABC News nahmen die Ermittlungen bereits im April Fahrt auf, nachdem AFP und FBI Hinweise auf das mutmaßliche Cybercrime-Syndikat erhalten hatten. Das Duo steht im Verdacht, Schadcode in Open-Source-Software eingeschleust zu haben, die andere Entwickler daraufhin unwissentlich aufgriffen.
Thomson wird zudem von den US-Behörden mit den Aktivitäten von TeamPCP in Verbindung gebracht. Das US-Justizministerium teilte mit, dass eine Bundesjury in den USA am 25. August Anklage gegen den 21-Jährigen erhoben hat. Ihm werden Verschwörung zu Verstößen gegen den Computer Fraud and Abuse Act sowie die Beschaffung von Informationen aus einem geschützten Computersystem vorgeworfen. Gemäß dem DOJ beziehen sich die Anschuldigungen auf Cyberangriffe im Frühjahr 2026, die unter dem Namen TeamPCP durchgeführt worden sein sollen.
Mehr als 1.000 Organisationen betroffen
Nach Angaben der australischen Ermittler könnte kompromittierte Software in die Systeme von mehr als 1.000 Organisationen weltweit gelangt sein. Davon betroffen gewesen sein sollen Einrichtungen aus dem öffentlichen, akademischen sowie privaten Bereich. Die manipulierte Software soll u.a. dazu gedient haben, sensible Informationen und Zugangsdaten aus den Systemen der Opfer abzuschöpfen. Die AFP sprach gegenüber ABC von mehr als 500.000 erbeuteten Benutzer- und Authentifizierungsdaten.
Diese Zugangsdaten nutzten die Angreifer laut den Ermittlern, um sich als legitime Nutzer auszugeben, Sicherheitsmechanismen zu umgehen und sich den Zugriff auf Netzwerke sowie Cloud-Umgebungen zu verschaffen. AFP Commander Graham Marshall sprach von signifikanten finanziellen Schäden und Betriebsunterbrechungen. Die Kosten für die Beseitigung der Folgen werden laut ABC auf Hunderte Millionen Dollar geschätzt.
TeamPCP nutzte Software-Lieferkette als Einfallstor
Für ihre Angriffe nutzten die TeamPCP-Hacker vertrauenswürdige Software. Sie setzten darauf, dass sich der Schadcode durch die Kompromittierung populärer Open-Source-Projekte über deren Nutzer weiterverbreiten würde. Einmal in die Systeme integriert, durchsuchte die manipulierte Software die Computerumgebungen nach sensiblen Informationen. Die erbeuteten Daten gelangten schließlich direkt an die von den Angreifern kontrollierte Infrastruktur.
Laut US-Justizministerium (DOJ) ermöglichte der Schadcode einen dauerhaften Zugriff auf die betroffenen Umgebungen. Mit Androhung einer Veröffentlichung von gestohlenen Daten sollen........
