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Slay the Spire 2: Kein DRM – Piraterie wird bewusst toleriert

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18.03.2026

Slay the Spire 2: Kein DRM – Piraterie wird bewusst toleriert

Trotz massiver Piraterie greift Mega Crit nicht ein. Slay the Spire 2 verzichtet bewusst auf Kopierschutz.

Piraterie? „Wir kümmern uns nicht darum“

Ein bewusster Verzicht auf DRM

Slay the Spire 2 lässt tief blicken

Piraterie als kalkulierbares Risiko

Slay the Spire 2: Vertrauen statt Kontrolle

Slay the Spire 2 ist am 5. März 2026 im Early Access gestartet und gehört mit über 3 Millionen verkauften Exemplaren in nur einer Woche zu den größten Indie-Erfolgen des Jahres. Gleichzeitig verbreitete sich das Spiel praktisch unmittelbar nach Release auch über Piraterie-Plattformen. Ein Szenario, das normalerweise Alarm auslösen würde. Entwickler Mega Crit zeigt sich davon jedoch erstaunlich unbeeindruckt. Statt Schutzmechanismen, DRM oder juristischen Drohungen verfolgt das Studio eine in der Branche fast schon radikale Strategie, bei der schlicht nichts unternommen wird.

Piraterie? „Wir kümmern uns nicht darum“

Die Haltung von Mega Crit ist ungewöhnlich offen und bemerkenswert entspannt. Wie unter anderem Polygon berichtet, brachte es Lead-Programmierer Jake Card (u/jake_boxer) in einer Reddit-Diskussion auf den Punkt:

„Wir gehen davon aus, dass Leute, die piratieren wollen, ohnehin Wege finden werden – deshalb gibt es keinen Grund, Entwicklungsressourcen darauf zu verschwenden“.

„Wir gehen davon aus, dass Leute, die piratieren wollen, ohnehin Wege finden werden – deshalb gibt es keinen Grund, Entwicklungsressourcen darauf zu verschwenden“.

Das ist eine eindeutige Absage an klassische Anti-Piraterie-Strategien. Keine Verschleierung des Codes, kein aggressives DRM sowie keine technischen Barrieren. Stattdessen akzeptiert das Studio Piraterie als Teil der Realität.

Ein bewusster Verzicht auf DRM

Während große Publisher weiterhin auf Lösungen wie Denuvo setzen, geht Mega Crit bewusst den entgegengesetzten Weg. Das bedeutet konkret, dass auf zusätzlichen Kopierschutz ebenso verzichtet wird wie auf tiefgreifende Obfuskation oder sonstige technische Maßnahmen, die Reverse Engineering erschweren könnten. Entsprechend lässt sich das Spiel vergleichsweise leicht analysieren, kopieren und verbreiten.

Auf den ersten Blick scheint es riskant, Piraterie einfach zu ignorieren. Mega Crit hat jedoch gleich mehrere Faktoren auf seiner Seite. Zum einen profitiert Slay the Spire 2 von seinem massiven kommerziellen Erfolg. Bereits kurz nach dem Release konnte das Spiel Millionen Exemplare verkaufen und zählt seitdem zu den meistgespielten und erfolgreichsten Titeln auf Steam. Zum anderen bieten piratisierte........

© Tarnkappe