RapidIPTV: 2 Millionen Nutzer, Millionen verdient und nur 2 Jahre Haft
RapidIPTV: 2 Millionen Nutzer, Millionen verdient und nur 2 Jahre Haft
RapidIPTV-Boss erhält trotz Millionenumsätzen im illegale IPTV nur zwei Jahre Haft. Der Fall wirft Fragen zur Abschreckung auf.
RapidIPTV im Visier: Großrazzia gegen IPTV-Netzwerk
Schuldeingeständnis statt langem Prozess
Millionen für Hollywood & Co.
Geldwäsche, Luxusimmobilien und Krypto-Spuren
Rechtsfall RapidIPTV: Abschreckung? Eher begrenzt
Nach sechs Jahren Ermittlungen, internationalen Razzien, eingenommenen Millionenbeträgen und einem international verzweigten, illegalen IPTV-Piraterie-Netzwerk mit zwei Millionen Kunden fällt am Ende das Urteil gegen den mutmaßlichen Drahtzieher überraschend mild aus. Der mutmaßliche Kopf hinter RapidIPTV, bekannt als „Dash the Iranian“, kommt mit etwas mehr als zwei Jahren Haft davon. Ein Urteil, das nicht nur Rechteinhaber aufhorchen lässt, sondern auch die Szene selbst.
Wie Europol informierte, nahmen die Ermittlungen gegen das illegale IPTV-Netzwerk im Jahr 2019 ihren Anfang, nachdem die spanische Nationalpolizei mehrere Websites identifiziert hatte, über die illegal audiovisuelle Inhalte in Europa, Asien und dem Nahen Osten verbreitet wurden. Die Verteilung der urheberrechtsverletzenden Angebote erfolgte über IPTV und wurde zentral von Spanien aus organisiert.
RapidIPTV im Visier: Großrazzia gegen IPTV-Netzwerk
Bereits im Juni 2020 hatten Ermittler unter Führung der spanischen Polizei eine der größten Aktionen gegen ein illegales IPTV-Netzwerk in Europa gestartet. Unterstützt von Europol und Eurojust durchsuchten Beamte zahlreiche Objekte in mehreren Ländern, nahmen insgesamt elf Verdächtige fest und stellten Server und Teile der Infrastruktur sicher sowie Vermögenswerte in Millionenhöhe.
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Im Zentrum der Ermittlungen stand die IPTV-Plattform RapidIPTV. Der Dienst soll über Jahre hinweg ein weit verzweigtes Piraterie-System betrieben haben, das Zugriff auf mehr als 40.000 TV-Kanäle, Filme und Serien bot und dies zu Preisen weit unterhalb legaler Angebote. Mit rund zwei Millionen Abonnenten entwickelte sich die Plattform zu einem der größten illegalen Streaming-Anbieter ihrer Zeit.
Laut der spanischen Nachrichtenagentur EFE griffen die Betreiber die Signale zahlreicher TV-Plattformen und Sender ab und speisten sie in ein eigenes, abgeschottetes Netzwerk ein. Von dort wurden die Inhalte über eine Serverinfrastruktur, die sich über mindestens dreizehn Länder in Europa und Nordamerika erstreckte, an die zahlenden Nutzer weiterverbreitet.
Der gemäß Europol geschätzte Gewinn betrug dabei ca. 15 Millionen Euro. Als Drahtzieher galt Amir Z., alias „Dash the Iranian“. Ihm drohten ursprünglich 22,5 Jahre Haft. Nach fast........
