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Grok-Hack: Morsecode-Tweet räumt KI-Wallet leer

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Grok-Hack: Morsecode-Tweet räumt KI-Wallet leer

Für den Grok-Hack genügte ein Morsecode-Tweet und Grok und Bankrbot überwiesen fast 200.000 Dollar in Krypto.

Grok-Hack: Morsecode statt Malware

Kein klassischer Krypto-Hack

Morsecode trickste Schutzmechanismen aus

Wallet geplündert – Gelder teilweise zurückgeführt

KI-Agenten werden zum Sicherheitsrisiko für Web3

Fehlende Schutzmechanismen ebneten den Angriff

KI-Agenten eröffnen ein neues Angriffsfeld

Einerseits treiben Unternehmen wie xAI, Coinbase oder Binance derzeit mit Hochdruck eine Zukunftsvision voran, in der KI-Agenten selbstständig handeln, traden, bezahlen und komplette Finanzprozesse automatisieren. Andererseits genügte offenbar bereits ein versteckter Morsecode-Befehl, um Groks Krypto-Wallet um fast 200.000 US-Dollar zu erleichtern. Der spektakuläre Grok-Hack zeigt, wie schnell aus futuristischer Automatisierung ein handfester Sicherheitsalbtraum werden kann.

Anfang Mai dieses Jahres reichte bereits ein einziger Tweet mit verstecktem Morsecode aus, um einen KI-Agenten dazu zu bringen, Milliarden von Token an einen Angreifer zu transferieren. Weder gestohlene Zugangsdaten noch kompromittierte Smart Contracts oder klassische Wallet-Exploits spielten dabei eine Rolle. Stattdessen genügte eine simple Prompt-Injection-Attacke gegen eine künstliche Intelligenz mit direktem Zugriff auf Kryptowährungen. Der Vorfall könnte sich rückblickend als einer der ersten großen Warnschüsse für die gesamte Branche erweisen.

Grok-Hack: Morsecode statt Malware

Im Zentrum des Vorfalls stehen Grok, der KI-Chatbot von Elon Musks Firma xAI, sowie Bankrbot – ein automatisierter Dienst mit Zugriff auf Blockchain-Transaktionen im Base-Netzwerk. Wie CCN berichtet, soll der Angreifer Ilham hinter dem mittlerweile gelöschten X-Account „@Ilhamrfliansyh“ zunächst ein spezielles NFT an Groks bekannte Wallet-Adresse geschickt haben. Dieses NFT habe zusätzliche Rechte innerhalb des Bankr-Ökosystems aktiviert, darunter Funktionen zum Transferieren und Tauschen von Kryptowährungen.

Kurz darauf veröffentlichte der Angreifer eine Antwort auf X mit einem kryptisch wirkenden Morsecode-Text. Für menschliche Leser blieb die Nachricht weitgehend unverständlich. Für Grok hingegen nicht. Die angeschlossene KI- und Bot-Infrastruktur interpretierte den Morsecode allerdings korrekt und wandelte die Zeichenfolge in eine direkte Handlungsanweisung um. Anschließend leitete das System die entschlüsselte Nachricht an Bankrbot weiter, der die Transaktion dann ohne weitere Sicherheitsabfragen ausführte.

Wenig später bestätigte der Bot den Transfer öffentlich mit den Worten: „done. sent 3B DRB“. Transferiert wurden demnach drei Milliarden DRB-Token auf eine externe Wallet-Adresse im Base-Netzwerk. Je nach Kurs entsprach der Wert der Kryptowährungen zum Zeitpunkt der Transaktion rund 174.000 bis 200.000 US-Dollar.

Kein klassischer Krypto-Hack

Beim KI-Exploit wurde technisch kein Sicherheitssystem im klassischen Sinne überwunden. Weder Private Keys noch Smart Contracts, APIs oder Blockchain-Protokolle wurden kompromittiert. Stattdessen zielte der Angriff direkt auf die Interpretationsebene der künstlichen Intelligenz ab.

Sicherheitsexperten sprechen in solchen........

© Tarnkappe