Papst Leo auf Petersplatz gefeiert
Es waren 5.900 vermutlich bange Minuten, die Leo XIV. diese Woche in der römischen Gemelli-Klinik verbrachte. Für viele der gut 1,4 Milliarden Katholiken weltweit - und sicher nicht nur für sie - war die Nachricht vom vergangenen Sonntag über die Krebserkrankung des Papstes ebenfalls ein Schock. Der böse Traum dieser Woche scheint aber nun ausgeträumt, zumindest vorerst.
Umso größer ist die Freude an diesem Sonntag auf dem Petersplatz, den Papst bereits fünf Tage nach seiner Lungen-Operation gewohnt aufrecht und strahlend wiederzusehen. Schon als um 11.45 Uhr der rote Fensterteppich mit dem Papstwappen an seinem Arbeitszimmer herabgelassen wird, geht erster Jubel durch die geschätzt rund 30.000 Menschen, die auf das Angelusgebet warten. "Ohs" und "Ahs" auch, als um Punkt 12.00 Uhr unter dem Mittagsgeläut des Petersdoms der gewohnte Kanonenschlag vom Gianicolo-Hügel herüberdröhnt.
Dann geht im dritten Stock des Apostolischen Palasts endlich das zweite Fenster von rechts auf; der Mann in Weiß erscheint, gut sichtbar auch auf den Großleinwänden auf dem Petersplatz. "Liebe Brüder und Schwestern, einen schönen Sonntag!", ruft er wie immer zur Menge rund 25 Meter unter ihm,........
