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Wie man Kirchen familienfreundlich gestalten kann

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26.06.2026

Hätten Sie in Ihrem Pfarrverbund in Quakenbrück gerne eine Kinder- oder Familienkirche wie die in Herne?

Ja, ich fände das total toll. Zu unserer Pfarreiengemeinschaft gehören vier Kirchen und ich hätte sofort eine im Kopf, die von der Größe eine schöne Familienkirche sein könnte. Aber sie ist im kleinsten Dorf unseres Verbundes – da würde niemand hinkommen. Unsere große Hauptkirche brauche ich für andere Gelegenheiten. Und das alles kostet natürlich auch etwas.

Wie versuchen Sie stattdessen, Ihre Kirchen familienfreundlich zu gestalten?

Wir haben in all unseren Kirchen einen eigenen Platz für Kinder und Familien. In unserer größten Kirche ist das eine Kinderecke mit Teppichen, Sitzgelegenheiten für Eltern, Spielzeug. Das haben mittlerweile ja viele Kirchen. Aber Familienpastoral ist mehr, als nur eine Spielecke einzurichten.

Familienpastoral ist für mich die Sorge um das gute Leben von Familien – und wie wir als Kirche dabei helfen können.

Das klingt eher wie eine Beschreibung für die pastorale Arbeit insgesamt.

Stimmt. Aber ich möchte den Begriff nicht so eng ziehen. Oft meinen wir mit Familienpastoral nur Kinderliturgie und Krabbelgottesdienste und wir denken ausschließlich an Familien mit kleinen Kindern. Aber wenn eine Mutter stirbt und ich mich als Seelsorger um die erwachsenen Kinder kümmere, dann ist auch das eine Form von Familienpastoral.

Was ist Familienpastoral noch?

Es bedeutet für mich, dort hinzuschauen, wo die Menschen sind, die Kontakt zu unseren Kirchengemeinden haben. Also etwa in die Kitas. Aber dann mit einem weiten Blick, der sich nicht nur auf die Kinder........

© Tag des Herrn