Ansturm auf die Marienschlucht und ein geheimnisvolles Wrack im Bodensee: Der Wochenrückblick
Bange Momente in Laufenburg und Schonach, Ausnahmezustand bei der Marienschlucht und eine ungewisse Zukunft für zwei Klinik-Standorte: das hat unsere Region diese Woche bewegt.
Park-Chaos bei Ansturm auf die Marienschlucht
Bei bestem Osterwetter strömen zehntausende Besucher über die Feiertage an den Bodensee. Campingplatz-Betreiber und Gastronomen sind zufrieden, auch die Insel Mainau zieht eine positive Osterbilanz. Einen Ansturm erlebt die nach elf Jahren frisch wiedereröffnete Marienschlucht. Parkplätze sind überfüllt, Autos weichen auf Straßenränder und Wiesen aus. „Es war wahnsinnig voll“, sagt Stefan Friedrich, Bürgermeister der Gemeinde Allensbach, auf Nachfrage.
Die Besucher kommen teils von weit her, um das Naturhighlight zu sehen. Auch Stefanie Rothmund, Ortsvorsteherin Langenrain, sagt: „Autos sind durch das Dorf geirrt und haben nach Plätzen gesucht.“ Nun wollen die Gemeinden das Thema Parkplätze angehen und zusätzliche Busverbindungen prüfen.
Aus für Klinik Tettnang - ungewisse Zukunft für Klinikum Donaueschingen
Zuletzt waren die Leistungen am Krankenhaus Tettnang immer weiter zurückgefahren worden, in dieser Woche teilt der insolvente Medizin Campus Bodensee nun mit: Der Betrieb am Krankenhaus wird Ende Mai eingestellt. Für viele kommt das Aus früher als erwartet. Wie es ab dem 1. Juni mit dem Standort weitergeht, wisse man aktuell nicht, heißt es auf Nachfrage beim MCB. Patienten würden für künftige Behandlungen an die Krankenhäuser in Wangen, Ravensburg, Lindau und Friedrichshafen verwiesen.
Auch der Klinikstandort Donaueschingen steht vor einem Umbruch. Die Umwandlung in eine orthopädische Fachklinik ist bereits beschlossen. Ist dies eine langfristige Lösung oder wird der Standort 2031 aufgegeben? Ein zweites Gutachten vom 7. April zeigt: es bleibt nur wenig Hoffnung für das Donaueschinger Klinikum.
Feuerwehr-Großeinsätze am Hochrhein und im Schwarzwald
Schreckmoment in Laufenburg: Am Dienstagnachmittag bricht in einem Haus in der Altstadt ein Brand aus. Ein Mensch wird verletzt, mehr als 80 Feuerwehrleute aus Deutschland und der Schweiz sind im Einsatz. Die Feuerwehr kann verhindern, dass der Brand in der dicht bebauten, verwinkelten Altstadt auf andere Gebäude übergreift. „Wir haben Glück gehabt“, sagte der Laufenburger Feuerwehrkommandant und Einsatzleiter Meik Römer.
In Schonach kämpft ein Großaufgebot an Feuerwehrleuten in der Nacht auf Mittwoch gegen die Flammen in einer Schreinerei. Die Rauchsäule und der Flammenschein sind kilometerweit zu sehen. Wegen einer Stromleitung gestalten sich die Löscharbeiten schwierig. Über Stunden ist die Feuerwehr im Einsatz und kann verhindern, dass der Brand auf die umliegenden Häuser und den Wald übergeht. Doch die Schreinerei ist nicht mehr zu retten. Firmeninhaber Christian Rombach spricht von mindestens vier Millionen Euro Schaden.
Forscher finden uraltes Schiffswrack im Bodense
Durch Zufall werden Reste eines Schiffes auf dem Grund des Bodensees gefunden. Wie alt das Wrack vor Lindau genau ist, weiß man noch nicht - Experten schätzen, dass es sogar aus dem Mittelalter stammen könnte. Das Team rund um den Archäologen Tobias Pflederer vermutet, dass es ein Lastensegler gewesen sein könnte, welcher am Bodenseeufer Waren oder Menschen von A nach B transportierte. Eine Holzprobe soll jetzt Aufschluss über das Alter geben: „Das wird richtig spannend“, sagt Pflederer.
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