Wie sich Trump im Iran in eine Sackgasse manövriert hat
Es ist die Paradoxie des Krieges: Während die Friedensverhandler in Pakistan um jedes Wort ringen, wird am Persischen Golf wieder geschossen. Wie das US-Militär mitteilte, wurden im Süden des Iran Raketenstellungen getroffen und im Bereich der Straße von Hormus Boote attackiert, die Minen in der Meerenge verlegt haben sollen. Der Iran droht unterdessen mit Vergeltung und spricht bereits von Gegenangriffen. Gleichzeitig intensiviert Israel seine Angriffe gegen die Hisbollah im Süden des Libanon. Der Waffenstillstand wirkt so brüchig wie nie zuvor.
Auf seinem Kanal Truth Social lieferte der amerikanische Präsident einen Live-Kommentar zum Geschehen. Die Gespräche mit Teheran liefen „ganz nett”. Falls sie scheiterten, gebe es weitere Angriffe. „Das wird entweder ein großartiger Deal für alle oder kein Deal für alle.” Donald Trump steht mit seinen Verlautbarungen auf seinem privaten PR-Kanal der diskreten Diplomatie ebenso im Weg, wie die Gegensätze in der Sache die Suche nach einem akzeptablen Kompromiss erschweren.
Gespräche mit Iran scheitern an alten Problemen
Was noch auffälliger ist: Trumps Äußerungen zum Iran überstehen kaum noch einen 24-Stunden-Nachrichtenzyklus, bevor sie sich in unauflösbare Widersprüche........
