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Nach Venezuela: Ist Trumps nächstes Ziel Havanna?

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21.05.2026

Der starke Mann auf Kuba ist ein Greis. Ohne den 94-jährigen ehemaligen Präsidenten, Revolutionär und Bruder Fidel Castros, an dessen Seite er 1959 Diktator Fulgencio Batista stürzte, geht auf der Karibikinsel gar nichts. Auch nach seinem offiziellen Ruhestand vor acht Jahren zieht Raoul Castro im Hintergrund die Fäden. Der amtierende Präsident Miguel Díaz-Canel regiert mit seinem Segen, sein Enkel Raúl Guillermo Rodríguez Castro sichert den Einfluss der Familie. Die Castros kontrollieren das staatliche Konglomerat Gaesa, das Rückgrat der kubanischen Wirtschaft.

Dass die USA nun Strafanklage gegen den greisen De-facto-Herrscher erheben, zielt auf das Herz des Regimes, das Kuba mit eiserner Hand regiert. Castro und fünf damalige Kampfpiloten der kubanischen Luftwaffe sollen im Februar 1996 den Abschuss zweier Propellermaschinen der Exilgruppe „Brothers to the Rescue“ über internationalen Gewässern angeordnet haben. Vier Menschen kamen ums Leben, drei davon US-Bürger.

Justizminister Todd Blanche verkündete die Anklage am kubanischen Unabhängigkeitstag im Freedom Tower von Miami, einem symbolischen Ort, der lange Zeit Anlaufstelle für Exilkubaner war. „Die Vereinigten Staaten und Präsident Trump vergessen ihre Bürger nicht“, erklärte Blanche. Castro........

© Südkurier