Fed-Chef Kevin Warsh: „Die Inflation ist zu hoch, und das schon viel zu lang“
Nach der Zinserhöhung ist vor der Zinserhöhung. Auf diese Formel lässt sich die Entscheidung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) bringen, die einstimmig die Notbremse bei der zuletzt spürbar gewachsenen Inflation gezogen hat. Demnach hebt die Fed die Leitzinsen um 25 Basispunkte auf eine Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent an. Zugleich signalisierten die Notenbank-Gouverneure eine weitere Erhöhung noch in diesem Jahr, ohne sich auf Details festzulegen.
Die US-Bürger leiden unter hohen Preisen an Tankstellen und in Supermärkten
Die Frage ist nun, ob die Fed bei ihrer Oktober-Sitzung wenige Tage vor den Zwischenwahlen zum Kongress erneut an der Zinsschraube dreht. Politisch wäre das heikel für Präsident Donald Trump, dessen republikanische Partei die Wähler in Umfragen schon jetzt für die Inflation abstrafen. Nur knapp ein Drittel der Amerikaner ist mit seiner Amtsführung einverstanden. Ein großer Teil dieser Unzufriedenheit rührt von den Preisen an Tankstellen und in Supermärkten her, aber auch von den dauerhaft hohen Hypothekenzinsen.
Entsprechend harsch fiel Trumps Kritik an Fed-Chef Kevin Warsh aus, den er mit der klaren Erwartung nominiert hatte, die Leitzinsen zu senken. Auf seiner Plattform........
