Rat stellt sich quer: Die Einbahnstraße kommt nicht
Ortskundige wissen, dass es in der Gerber-Fischer-Straße insbesondere im Einmündungsbereich zur Hauptstraße sehr beengt zugehen kann, gerade wenn mehrere Fahrzeuge im Begegnungsverkehr ein- oder ausfahren wollen. Grund genug für die Stadtverwaltung, im Zuge der anstehenden Sanierung der Gerber-Fischer-Straße eine Einbahnstraßenregelung vorzuschlagen. An Argumenten dafür mangelte es nicht. Dennoch lehnte der Gemeinderat den Einbahnstraßenvorschlag mehrheitlich ab.
Gefahrenschwerpunkt soll entschärft werden
Klar war von vornherein: Aufgrund des Fußgängeraufkommens zum Freizeitgebiet „Am Espen“ und zum Kindergarten „Alte Gerbe“ soll der Gehweg in der Gerber-Fischer-Straße im Zuge der Sanierung von der östlichen auf die westliche Straßenseite verlegt und bis zur Einmündung in die Hauptstraße verlängert werden. Dadurch soll der Gefahrenschwerpunkt in diesem Bereich entschärft werden.
Durch den Einbau eines Gehweges werde, so die Argumentation der Stadtverwaltung und Planer Peter Kühnle vom gleichnamigen Ingenieurbüro, die Zu- und Abfahrt an der Kreuzung jedoch noch deutlicher erschwert als bislang schon. An der Engstelle in diesem Bereich seien eventuell zusätzliche Beschilderungen oder verkehrsleitende Maßnahmen erforderlich, wenn auch künftig Begegnungsverkehr möglich und erlaubt sein solle. Daher empfahlen Stadtverwaltung und Planer die Einführung einer Einbahnstraßenregelung mit Zufahrt über die Hauptstraße und Ende an der Donaustraße.
Begegnungsverkehr ist allen bekannt
Damit wollte sich der Gemeinderat nicht anfreunden, sondern votierte mit großer Mehrheit für das Beibehalten des Begegnungsverkehrs. Der Engpass sei, meinten etwa die Fraktionssprecher Paul Haug (FW/FDP) und Andreas Heidel (Aktive Bürger), den örtlichen Verkehrsteilnehmern bekannt, entsprechend umsichtig werde agiert und daher Unfälle vermieden.
Die Kostenschätzung für die Sanierungs- und Kanalisationsarbeiten in der Gerber-Fischer-Straße sind mit rund 590.000 Euro veranschlagt, wovon rund 237.000 Euro mit Mitteln aus dem Stadtsanierungsprogramm gedeckt werden sollen.
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