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Andy Burnham: Auf dem Weg in die Downing Street?

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14.06.2026

Ashton-in-Makerfield hat an diesem sonnigen Frühlingstag auf den ersten Blick nichts Außergewöhnliches zu bieten. In der Marktstadt zwischen Manchester und Liverpool reihen sich die für England typischen braunen Backsteinhäuser aneinander. Junge Eltern schieben Kinderwagen durch den zentral gelegenen Jubilee Park, Rentner sitzen auf den Bänken vor einem Fotoladen. Nichts deutet darauf hin, dass in Makerfield gerade eine der interessantesten politischen Geschichten Großbritanniens geschrieben wird. Am 18. Juni entscheidet sich hier bei einer Nachwahl weit mehr als die Frage, wer diese Region künftig in Westminster vertritt.

Es geht darum, ob Andy Burnham, der Bürgermeister des Großraums Manchester, ins Unterhaus zurückkehrt. Dann könnte aus ihm der nächste Premierminister Großbritanniens werden.

Doch sein höchst unbeliebter Parteifreund Keir Starmer hält weiter an seinem Amt fest. Innerhalb der Labour-Partei ist die Unruhe aber längst nicht mehr zu überhören. Nach den schwachen Ergebnissen bei den Lokalwahlen Anfang Mai und dem Vormarsch der Rechtsaußenpartei Reform UK wächst der Druck, den Kurs zu ändern. Viele in der Partei fragen sich inzwischen nicht mehr nur, ob Starmer weiter regieren kann. Sie fragen sich, ob er Labour angesichts der Bedrohung von Rechts überhaupt in die nächste Wahl führen sollte.

Andy Burnham gilt an der Basis seiner Partei als Hoffnungsträger

In dieser Lage richtet sich der Blick auf Burnham. An der Basis gilt er als Hoffnungsträger, als einer, der Labour verlorene Wähler zurückholen könnte. Wer allerdings die Sozialdemokraten führen will, muss als Volksvertreter im........

© Südkurier