Fangzäune und Fledermäuse: Die Albtalstraße wird erstaunlich behutsam saniert
Lange herrschte Stille im Albtal. Die Straße gesperrt, kein Autoverkehr. Nur vereinzelte Wanderer, die die Barrikaden ignorierten. Die Natur konnte sich ungestört entfalten. Und nicht nur einmal wurde genau dieses Argument gegen die Sanierung der Albtalstraße angeführt.
Nun wird also saniert. Bäume wurden gefällt, Löcher gebohrt, Fundamente gesetzt. Am Ende werden es knapp 30 Fangzäune und 19 Übersetzungen dafür sorgen, dass der 2,5 Kilometer lange Abschnitt der Albtalstraße zwischen Hohenfels und Tiefenstein sicher vor Steinschlägen ist und wieder für den Verkehr geöffnet werden kann. Grundsätzlich gilt für die Sanierung: Die Felssicherungsmaßnahmen werden so nahe wie möglich umgesetzt. „Wir versuchen, den restlichen Hang so naturbelassen wie möglich zu belassen“, erklärt Bauleiterin Eva-Maria Berns. Das Konzept, das die Salpetererbewegung vorgeschlagen hat und vom Landratsamt Waldshut weiterentwickelt wurde, ist nicht nur wesentlich günstiger als die ursprünglichen Pläne. Laut Landratsamt sind dadurch auch die Eingriffe in Natur und Umwelt deutlich reduziert.
Genehmigungen und Öko-Baubegleitung: Warum das Konzept als schonender gilt
Doch wie sieht das genau aus? Bei den Planungen konnte zwar auf ein aufwendiges und zeitintensives Planfeststellungsverfahren verzichtet werden, aber die naturschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung musste trotzdem beantragt werden. Notwendig dafür waren das Einverständnis der höheren Naturschutzbehörde beim Regierungspräsidium Freiburg und die........
