Steigende Inflation wegen Krieg im Iran: Die Regierung wird nachlegen müssen
Der Ölpreisschock zieht seine Kreise wie eine Welle in der Straße von Hormus. Die wird allerdings größer und größer. Die Bundesregierung hat nun amtlich, dass die wirtschaftlichen Folgen des Iran-Krieges ihre Probleme bei den Verbrauchern verschärfen. Die Preise für Energie stiegen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes gar um 7,2 Prozent zum Vorjahresmonat an. Montagfrüh wurden – im Vorbeifahren gesehen – in München für einen Liter Diesel 2,34 Euro fällig. Sicher, ab Mittwoch sollen an den Tankstellen nur noch einmal pro Tag die Preisschraube rauf gedreht werden dürfen, aber das wird das Problem kaum lösen. Experten rechnen nicht damit, dass die Teuerung abnimmt. Im Gegenteil.
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Wenn nun Unternehmen bereits ankündigen, die Preise zu erhöhen, ist das Gift für das ohnehin nicht gerade üppig vorhergesagte Wachstum in Deutschland. Die Bundesregierung wollte bei Amtsantritt die Stimmung in diesem Land drehen. Für den Iran-Krieg kann sie nichts, aber auch ohne diesen wäre das kaum geglückt. Konsum hätte dabei ein Konjunkturtreiber werden können. Dass die Menschen in diesen Zeiten das Geld besonders locker sitzen haben, wird aber niemand erwarten. Die Lage wird schwieriger. Für Land und Regierung.
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