Wasserbus startet im April! Er fährt vom Bodenseeforum zum Imperia-Steg am Konstanzer Hafen
Schnell und mit schöner Aussicht in die Konstanzer Altstadt, ganz ohne Stau oder Ampeln: Das soll der Wasserbus möglich machen. Ganz nebenbei soll er noch dazu beitragen, die angespannte Verkehrssituation zu beruhigen. Der Testbetrieb, auf den sich der Konstanzer Gemeinderat im vergangenen Jahr geeinigt hat, sollte im Frühjahr mit der Eröffnung des Asisi-Panoramas starten. Diese verschiebt sich allerdings: Statt wie geplant Ende März sollen Besucher das XXL-Kunstwerk erst ab Pfingsten sehen können. Hat das Einfluss auf den Starttermin des Wasserbusses?
Auf SÜDKURIER-Anfrage nennt die Stadt Konstanz jetzt ein Datum. Ab Samstag, 4. April, soll der Wasserbus eingesetzt werden. Zunächst wird er nur an Samstagen fahren. „Mit Eröffnung des Panoramas werden die Fahrzeiten auf Freitag bis Sonntag erweitert“, heißt es aus der Pressestelle der Stadt.
Anziehungspunkt außerhalb der Altstadt
Mit dem Asisi-Panorama wird Konstanz einen rechtsrheinischen Anziehungspunkt für Touristen erhalten. Gemeinsam mit dem Wasserbus und dem Parkhaus Europabrücke soll das dazu beitragen, dass weniger Menschen mit dem Auto in die Innenstadt fahren. Durch die mehrmonatige Sanierung der Augustiner-Garage und der im Sommer anstehenden Umgestaltung des Stephansplatzes fallen dort Parkplätze weg, was die Verkehrssituation verschärfen dürfte.
Der Wasserbus soll vor allem an Tagen mit hohem Verkehrsaufkommen eine attraktive Alternative für den Weg in die Altstadt bieten. Anstatt mit dem Auto in eines der Parkhäuser dort zu fahren, sollen Besucher im Parkhaus Europabrücke parken und dann innerhalb von 15 Minuten über den Seerhein zum Imperia-Steg gelangen können. Der Vorteil: Auf dem Wasser besteht im Vergleich zur Straße keine Staugefahr.
Gemeinderat lehnt Kauf von Elektro-Schiff ab
Bis zum Ablegen des Wasserbusses war es ein langer Weg. Zunächst war ein vollelektrisches Schiff angedacht. Ein Modell, das dafür infrage kam, hätte rund 2,3 Millionen Euro gekostet. Das lehnten die Stadträte ab. Stattdessen einigte man sich auf einen Testbetrieb mit einem vorhandenen Schiff. Dieser soll für ein Jahr, mit Option auf ein weiteres Jahr Verlängerung, laufen und zeigen, wie der Wasserbus ankommt.
Der Wasserbus soll laut Gemeinderats-Beschluss vom Juni im 40-Minuten-Takt fahren. Das Betriebskonzept sieht 26 Fahrten pro Tag vor. Ein Ticket soll laut damaligem Beschluss für Erwachsene 4,65 Euro kosten. Zu dem Zeitpunkt war das exakt das anderthalbfache eines Bustickets. Einer der größten Kritikpunkte am Konzept Wasserbus waren die Kosten, die Verwaltung geht von vorneherein von einem Defizit aus, wie es auch beim Busverkehr besteht. Gegen Ende der Testphase soll ein Bürgerrat zum Wasserbus eingerichtet werden.
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