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Frauen können kein Fußball spielen? Gegen dieses Vorurteil kickt eine Konstanzerin an

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09.08.2026

„Ich würde sagen, dass ich ein Mensch bin, der sehr gerne viele Sachen ausprobiert.“ Sarah Linder muss einige Sekunden überlegen, als sie sich selbst beschreiben soll. Wer ihr zuhört, merkt schnell: Stillstand ist nichts für sie. Fußball, Physik, Mode oder Skifahren – die 25-Jährige interessiert sich für vieles und hat nie darüber nachgedacht, ob ihre Leidenschaften überhaupt zusammenpassen. Erst als sie beginnt, ihr Leben auf Social Media zu zeigen, merkt sie, dass andere darin einen Widerspruch sehen. „Warum sollte jemand, der Physik studiert, nicht gerne shoppen gehen?“, fragt sie. „Warum muss ich jetzt immer nur diese eine Persönlichkeit haben?“ Über diese Frage habe sich die Konstanzerin früher nie Gedanken gemacht.

„Ich habe gar nicht darüber nachgedacht, ob das was für Mädchen oder Jungen ist“

Dass sie ihre Interessen nie als ungewöhnlich wahrnimmt, hat wohl viel mit ihrer Kindheit zu tun. Zu Hause unterscheidet niemand zwischen Hobbys für Mädchen und Jungen. „Ich habe gar nicht darüber nachgedacht, ob das was für Mädchen oder Jungen ist“, sagt sie. Ihre Eltern lassen sie ausprobieren, worauf sie Lust hat. Zeitweise betreibt sie neun Sportarten gleichzeitig – von Ballett über Skirennen bis zum Fußball. Dass sie schließlich beim Fußball bleibt,........

© Südkurier