Wie sich Herbert Grönemeyer in Sachsen-Anhalt engagiert
Herbert Grönemeyer hat mit „Bochum“, „Mensch“ oder „Männer“ wahrscheinlich für viele so etwas wie die inoffiziellen Hymen des Landes geschaffen. Jetzt reist er kurz vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt nach Magdeburg, um mit mehreren Chören aus der Region zu singen. Doch seine Botschaft ist anders als manche vielleicht zunächst denken würden: Statt der Alltagspolitik soll besonders die Gemeinschaft im Fokus stehen.
Der Sänger (70) will in erster Linie mit dem Verein Heimatbewegen und der Initiative „Gemeinsame Sache“ die Menschen zusammenbringen. Denn die Gesellschaft wieder zusammenzuführen, sieht er als eigentliche Grundlage für das demokratische Zusammenleben im Land, wie er es schon in seiner Dankesrede beim Deutschen Nationalpreis gesagt hatte. Damals betonte er, die Zivilgesellschaft brauche nicht unbedingt „eine Mutti oder einen Vati. Wir haben uns selbst“.
Grönemeyer: Menschen aus DDR wurden damals „überrannt“
Im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur sagt er jetzt über die Gründe für sein Engagement: „Wir haben in Deutschland als Gesellschaft nach der Wiedervereinigung im Grunde nie angefangen, darüber nachzudenken: Wer sind wir eigentlich? Was sind unsere Träume, Gemeinsamkeiten oder Unterschiede, unsere Ziele als Gemeinschaft und so weiter?“ 36 Jahre nach der Wiedervereinigung solle man sich seiner Ansicht zufolge endlich gemeinsam die Fragen stellen: „Was verbindet uns - und wie wollen wir in........
