Jens Spahn und seine Leihmutter in den USA: Wie die Union auf den Fall reagiert
Jens Spahn ist noch Gesundheitsminister, als die FDP sich für eine Legalisierung der Leihmutterschaft unter Auflagen ausspricht – und er selbst sich dagegen. Durch das geltende Verbot habe der Gesetzgeber im Interesse des Kindeswohls die Eindeutigkeit der Mutterschaft gewährleisten wollen, antwortet sein Ministerium im Frühjahr 2020 auf eine Anfrage der FDP-Abgeordneten Katrin Helling-Plahr. „Die damit verbundenen besonderen Schwierigkeiten bei der Selbstfindung des Kindes lassen aus Sicht des Gesetzgebers negative Auswirkungen auf dessen Entwicklung im Sinne einer Gefährdung des Kindeswohls befürchten.“
Jens Spahn ist bereits Fraktionsvorsitzender der Union im Bundestag, als die Frauen Union auf dem Parteitag der CDU im Februar in Berlin eine klare Absage an jede Form von Leihmutterschaft durchsetzt. „Leihmutterschaft bleibt uneingeschränkt verboten“, heißt es in dem Beschluss, und zwar „unabhängig von der Motivation und unabhängig von der Möglichkeit der Eizellenspende. Es wird ausdrücklich verhindert, dass in Deutschland kommerzielle oder neutrale Modelle entstehen, die Leihmutterschaft zu einem Geschäftsmodell machen.“ In Deutschland ist die Leihmutterschaft illegal. Das Embryonenschutzgesetz........
