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Damit sich Leistung wieder lohnt: Es braucht eine Steuerreform, die diesen Namen auch verdient

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Mehr netto vom Brutto? Schön wäre es. Lars Klingbeils Steuerreform löst dieses Versprechen allerdings nicht wirklich ein. Zwar prophezeien die Rechenbeispiele des Finanzministers einer Familie mit zwei Kindern und einem zu versteuernden Einkommen von 60.000 Euro für das Jahr 2028 eine Entlastung von gut 600 Euro. Das aber ist, wenn überhaupt, nur die halbe Wahrheit. Zum einen werden höhere Beiträge für Renten-, Kranken- und Pflegekassen die Mini-Entlastungen in vielen Fällen auffressen. Zum anderen will die Koalition eine Reihe von Steuern in dieser Wahlperiode noch erhöhen bzw. einführen.

Der inflationäre Gebrauch des Begriffs Entlastung steht jedenfalls in krassem Widerspruch zur deutschen Realität. Beispiele gefällig? Anders als seine Vorgänger will der SPD-Mann Klingbeil die kalte Progression nicht mehr ganz ausgleichen, sondern nur noch teilweise – eine heimliche Steuererhöhung, die entsteht, wenn eine Gehaltserhöhung nur die Inflation kompensiert, gleichzeitig aber der........

© Südkurier