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Zwei Versionen, viele Zweifel: Warum ein Rottweiler-Biss vor Gericht für Verwirrung sorgt

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07.09.2026

Eine Zeitung liegt am Boden, ein Hemd ist zerrissen, am Arm klafft eine Wunde. Was an einem März-Tag bei einer Zustellung passiert sein soll, führt Monate später vor das Amtsgericht Stockach. Angeklagt ist ein 52-Jähriger, der ohne Verteidiger erscheint. Sein Rottweiler soll einen 71 Jahre alten Zusteller gebissen haben. Doch der Angeklagte bestreitet, dass sein Hund ungesichert unterwegs gewesen sei und stellt im Gerichtssaal die Darstellung des Rentners immer wieder infrage.

Ein 55-Kilo-Rottweiler im Mittelpunkt

Der 52-Jährige lebt nach eigenen Angaben von Grundsicherung und habe rund 26.000 Euro Schulden. Zum Tatvorwurf erklärt er, er könne nicht sagen, ob es überhaupt so passiert sei, wie es in der Anklageschrift steht. Sein Hund laufe jedenfalls nicht frei herum, sondern sei grundsätzlich gesichert.

Mit dem Zusteller habe es schon zuvor Ärger gegeben. Dieser habe ihn und seinen Hund beschimpft, weshalb ihm Hausverbot erteilt worden sei. Der Mann solle die Zeitung nur in den Briefkasten unten am Grundstück einwerfen und nicht weiter auf den Hof kommen. Dass sein Hund den Zusteller verletzt habe, habe der Angeklagte nicht mitbekommen. Allenfalls habe das Tier den Zusteller früher........

© Südkurier