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Fünf Jahre nach der Mafia-Razzia: So legten Ermittler vom Bodensee den Kriminellen das Handwerk

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25.09.2026

Es begann mit einem getarnten Treffen zwischen Festbier und Ochsenbraten: Auf dem Münchner Oktoberfest besprachen sich 2017 Mitglieder der kalabrischen ’Ndrangheta aus der Region Turin mit bisher unbekannten Männern vom Bodensee. Was die Beteiligten nicht ahnten: Italienische Ermittler der Anti-Mafia-Behörde DIA beobachteten bereits jeden ihrer Schritte. Das Treffen im Bierzelt wurde zum ersten Puzzleteil einer internationalen Großermittlung – und führte die italienischen Fahnder zunächst nach Friedrichshafen. „Das hat 2018 recht unspektakulär begonnen“, erinnert sich der damalige leitende Ermittler der Kriminalpolizei Friedrichshafen im SWR-Podcast „Mafialand: Koks und Küsschen“. Auf dem regulären Dienstweg seien verstärkt Anfragen aus Italien zu Personen eingegangen, die hier am Bodensee offiziell gemeldet waren. Die Informationen aus Turin führten die Fahnder nach Überlingen und in den Stockacher Ortsteil Seelfingen. Für die Kriminalisten wurde rasch deutlich: „Es ist natürlich die Königsklasse der organisierten Kriminalität, ganz klar.“

Um die seit Jahren am Bodensee agierende kalabrische Mafia wirkungsvoll bekämpfen zu können, reisten die beiden Friedrichshafener Kripobeamten mit Hans-Jörg Roth, Chef der Staatsanwaltschaft Konstanz, 2018 nach Turin. Roths fließende Italienischkenntnisse und der Ermittlungseifer des Trios öffneten dort Türen. Gemeinsam mit den italienischen Kollegen gründeten........

© Südkurier