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Deutsche Ärztin verliert in der Mittagspause 2500 Franken – durch eine SMS

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06.07.2026

Es ist eine Dimension der Cyberkriminalität, die auch für die Grenzregion eine Warnung darstellt: Über 80.000-mal versuchten Betrüger in nur wenigen Tagen in der Schweiz, Zugriff auf die Bankdaten von Smartphone-Nutzern zu erhalten. Allein 48.000 Handys verbanden sich unfreiwillig mit einer gefälschten Funkzelle. Hinter dem digitalen Großangriff stecken zwei kriminelle Banden, deren Handlanger nun in separaten Strafprozessen in Zürich verurteilt wurden. Beide nutzten das Vertrauen in Paketdienste wie DPD, DHL und die Post schamlos aus.

Eines der Opfer ist Dörte Wyss (39). Die gebürtige Deutsche arbeitet als Ärztin am Kantonsspital Winterthur. Es passierte in ihrer Mittagspause während einer stressigen Schicht: Ihr Smartphone meldete eine SMS von DHL. Da Wyss tatsächlich eine Lieferung aus Dänemark erwartete, passte die Täuschung perfekt. Die Nachricht meldete, die Zustellung werde ausgesetzt, wenn man nicht 1,99 Franken nachzahle. „Ich hatte tausend Sachen im Kopf und habe schnell gedrückt“, sagt sie. Eine halbe Stunde später realisierte sie den Betrug. Obwohl sie ihre Kreditkarte sofort sperrte, waren bereits 2500 Franken von ihrem Konto gestohlen. 

Wyss ist eines von mindestens 16 Opfern – die Dunkelziffer ist hoch. Viele Geschädigte verzichten aus Scham auf eine Anzeige. Unter den Betroffenen sind ein Architekt, eine Landwirtin, eine leitende Pflegekraft sowie ein 31-jähriger Elektriker. Er hatte Fahrräder für seine Kinder bestellt, als er die........

© Südkurier