Er kaufte Schwarzfahrer aus dem Gefängnis frei, jetzt will er Parteichef werden
An einem grauen Samstagmorgen steht Luigi Pantisano vor dem Eingang des Gefängnisses Schwäbisch Gmünd. Aus seinem Portemonnaie holt er ein Bündel Geldscheine. Er legt 1800 Euro in die Wechsellade an der Pforte. Kurze Zeit später tritt eine Frau aus den Gefängnismauern hervor. Pantisano hat sie soeben freigekauft. Das war im November.
„Danke Luigi“: Schwarzfahren entkriminalisieren ist eines seiner Herzensthemen
Die Aktion hat der 46-Jährige gefilmt und in den sozialen Netzwerken hochgeladen. In den Kommentaren erhält er Zuspruch. „Danke Luigi“, „Brutal Luigi“, „Freie Fahrt für freie Bürger“. Es gibt wenige Themen, die den Abgeordneten aus Stuttgart so sehr in Rage versetzen, wie Paragraf 265a. Erschleichen von Leistungen. Darunter: Schwarzfahren in Bus und Bahn, das mit einer Haftstrafe von bis zu einem Jahr geahndet werden kann.
Fragt sich, wie viel Zeit der 46-Jährige künftig für derartige Aktionen haben wird: Schwarzfahrer aus dem Gefängnis holen, vor den Werkstoren der Firma Bosch in Waiblingen........
