Elf Stationen auf sieben Kilometern: Neuer Weg setzt Zeichen für Artenvielfalt
Bienen, Vögel und bunte Blumen – diese Vielfalt der Natur ist bedroht. Wirtschaftliche Zwänge und fehlende Pflege gefährden diese Fülle. Der neue Biodiversitätspfad „Weg der Vielfalt“ in Litzelstetten zeigt nun einen Ausweg und macht Mut für die Zukunft. Über Jahrhunderte hinweg hat der Mensch die Natur gehegt und gepflegt und seinen Bedürfnissen angepasst. Daraus entstand das, was heute als Kulturlandschaft bekannt ist. Doch das nach dem Zweiten Weltkrieg einsetzende Bauernhofsterben sorgte für tiefgreifende Veränderungen. Kleine Betriebe gaben auf. Wer überleben wollte, musste wachsen.
Thomas Romer, Inhaber des gleichnamigen Obsthofs in Litzelstetten, ist einer der beiden übriggebliebenen Vollerwerbslandwirte im Konstanzer Teilort. „In meiner Kindheit gab es hier 24 Betriebe, noch früher sogar über 50“, erklärte er anlässlich der Eröffnung des Wegs der Vielfalt. Trotz der Größe ist auch sein Betrieb einem erheblichen Kostendruck ausgesetzt. Das europa- und weltweit verfügbare Obst und Gemüse ist vergleichsweise günstig zu erhalten.
Um wirtschaftlich arbeiten zu können, setzen die landwirtschaftlichen Betriebe seit Jahrzehnten statt auf Obst von hochstämmigen Bäumen auf niederstämmige Plantagenobstanlagen, die einfacher zu........
