„Ich vermisse nichts“: Oliver Petszokat lebt seit acht Jahren vegan
Herr Petszokat, wie viele Kochbücher haben Sie zu Hause?
OLIVER PETSZOKAT: Oh … Ich habe ja alle möglichen Ernährungsarten ausprobiert, zum Beispiel auch Paleo-, also Steinzeiternährung, bevor ich beschlossen habe, vegan zu leben. Deshalb habe ich tatsächlich viele Kochbücher und auch Backbücher, aber die benutze ich nicht. (lacht)
Haben Sie ein Lieblings-Kochbuch?
PETSZOKAT: Nein, eigentlich nicht. Das liegt vor allem daran, dass da zwar oft sehr, sehr leckere Gerichte drinstehen, für die man aber schon mal zweieinhalb Stunden in der Küche steht. So ein Rezept kocht man vielleicht einmal im halben Jahr, aber das passt nicht in meinen Alltag. Wenn ich meinem Sohn früher, wenn er aus der Schule gekommen ist, gesagt hätte, dass er zweieinhalb Stunden warten muss, bis es Mittagessen gibt, hätte er gesagt: „Sag mal, hast du ’ne Macke?“ Deswegen mag ich Gerichte, die auch in 15 bis 20 Minuten fertig sind.
So wie die in Ihrem eigenen Kochbuch?
PETSZOKAT: Genau! (lacht)
Was für Rezepte stehen da so drin?
PETSZOKAT: Meine 50 Lieblingsrezepte, die ich im Lauf der Zeit gesammelt habe. Mir war vor allem wichtig, dass es nicht nur Hauptgerichte sind, weil der Alltag nun mal nicht nur aus Hauptgerichten besteht. Ich zum Beispiel fange meinen Tag immer mit einem Smoothie, Kaffee oder Tee an. Dann esse ich ein paar Stunden nichts – erst dann, wenn andere Leute Mittag essen, mache ich mir eine Kleinigkeit. Was Warmes gibt es abends.
Kochen Sie viel?
PETSZOKAT: Ich bin zu Hause für die Küche zuständig. Meine Frau hat nämlich gesagt, ich soll die Finger von der Waschmaschine lassen. (lacht) Ich hab’s probiert, das ist ja nicht so schwer, aber ich glaube, ich habe ein paar Pullover von ihr ein........
