Neue Grundsicherung und Arbeitslosengeld: Was sind die Unterschiede?
Wenn das Einkommen wegbricht, profitieren viele Menschen in Deutschland von einer staatlich organisierten Absicherung. Dabei tauchen die Begriffe Arbeitslosengeld I (ALG I) und neue Grundsicherung, auch Bürgergeld, oft gemeinsam auf. Doch hinter ihnen stehen unterschiedliche Finanzierungssysteme: Versicherungsleistung einerseits, staatliche Grundsicherung andererseits.
Das ALG II, umgangssprachlich Hartz IV, wurde 2023 vom Bürgergeld abgelöst, informiert der Deutsche Gewerkschaftsbund. Mit der angekündigten Reform wird dieses wiederum ab dem 1. Juli 2026 zur neuen Grundsicherung. Ziel sei laut Angaben der Bundesregierung, Leistungen „gerechter und treffsicherer“ zu gestalten.
Für Leistungsempfänger bleibt damit ab Juli lediglich das bereits bekannte Arbeitslosengeld I sowie die neue Grundsicherung relevant. Doch inwiefern unterscheiden sich die beiden Leistungen voneinander?
Was unterscheidet die neue Grundsicherung vom Arbeitslosengeld?
Das ALG I und die neue Grundsicherung folgen zwei unterschiedlichen Prinzipien: Wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) mitteilt, wird das Arbeitslosengeld aus Beiträgen der Arbeitslosenversicherung finanziert. Es ist damit eine Versicherungsleistung, in die Beschäftigte während ihrer Erwerbszeit einzahlen.
Die neue Grundsicherung hingegen wird aus Steuermitteln finanziert und soll das Existenzminimum sichern. Laut Bundesregierung dient sie dazu, Menschen zu unterstützen, die ihren Lebensunterhalt nicht aus eigener........
