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Hat Rihanna diesem Schlager-Star einen Song geklaut?

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07.04.2026

Jubelnde Fans, schillernde Bühnenauftritte und ausverkaufte Konzertsäle – seit rund zwei Jahrzehnten begeistert Superstar Rihanna ihr Publikum auf der ganzen Welt. Die Sängerin, die laut ZDF-Information ursprünglich aus Barbados stammt, hat sich seit den 2000er Jahren nicht nur als Pop-Ikone etabliert, sondern auch mit Beauty- und Modedeals ein milliardenschweres Imperium aufgebaut.

Mit ihren Hits war sie zudem in einigen Filmprojekten involviert, zuletzt 2022 mit „Lift Me Up“ im Marvel-Film „Black Panther: Wakanda Forever“. Das Lied wurde bereits millionenfach gestreamt, gelangte weltweit in die Charts – und wurde laut der offiziellen Website der Grammy Awards sogar für als bester Filmsong für einen Oscar nominiert. Hinter dem großen Erfolg braut sich nun jedoch ein potenzieller Rechtsstreit zusammen.

Denn ausgerechnet dieser beliebte Hit könnte Rihanna womöglich teuer zu stehen kommen. Der österreichische Schlager-Star Christian Anders behauptet laut RTL, dass sich die Popsängerin beim Komponieren von seinem Song „Sechs Uhr früh in den Straßen“ aus dem Jahr 1972 inspirieren ließ – und zwar so sehr, dass er rechtliche Schritte prüfe. Die Frage, die Musikfans und Juristen nun gleichermaßen beschäftigt: Hat Weltstar Rihanna wirklich Teile eines über 50 Jahre alten Schlagers übernommen?

Warum erhebt Schlager-Star Christian Anders schwere Vorwürfe gegen Rihanna?

Mehr als 50 Jahre liegen zwischen den beiden Songs, was den Vorwurf besonders brisant macht. Wie Anders im Gespräch mit RTL berichtet, wurde der Verdacht durch einen Fan ausgelöst, der Anders’ Ehefrau auf die Ähnlichkeit aufmerksam gemacht habe. Der Schlagersänger habe sich daraufhin sowohl seinen eigenen Titel „Sechs Uhr früh in den Straßen“ von 1972 als auch Rihannas „Lift Me Up“ genau angehört und die Melodien verglichen.

Gegenüber RTL zieht Anders das Fazit: „Sie singt praktisch Christian Anders. Jede Note im Refrain ist eigentlich meine Komposition.“ Ihm würden die Ähnlichkeiten zwischen den beiden Songs zu auffällig erscheinen, um an einen Zufall zu glauben.

Christian Anders betont, dass es seiner Ansicht nach nicht nur um eine grobe Ähnlichkeit gehe. Im RTL-Interview gibt er an, er habe „jede Note nachgeprüft“ und festgestellt, dass die zulässige Zahl gleicher Töne weit überschritten sei. Im Refrain trete die gleiche Sequenz zahlreich auf, obwohl nur sieben identische Noten erlaubt wären: „Ich glaube, sieben Noten sind erlaubt, aber da passiert es ja 30 Mal“, behauptet Anders.

Schlager-Star erhebt Plagiatsvorwurf: Wird Anders jetzt gegen Rihannas Hit klagen?

Der 81-jährige Musiker richtet seinen Vorwurf vorwiegend gegen den dänischen Musikproduzenten von „Lift Me Up“ – nicht gegen Rihanna selbst. Nun ziehe Anders in Erwägung, juristisch gegen den Produzenten vorzugehen, da er für die Komposition verantwortlich sei. Laut RTL habe bereits ein Anwalt Kontakt zu Anders aufgenommen, um die rechtlichen Schritte zu prüfen. Die potenzielle Forderung belaufe sich Anders zufolge auf 50 Millionen Euro. Der Sänger selbst ist sich allerdings noch nicht sicher, ob er tatsächlich eine Klage in die Wege leiten will: „Ich zögere immer noch“, sagt er im Interview.

Rihannas Musikproduzent hat bisher noch nicht öffentlich zu den Plagiatsvorwürfen Stellung genommen. Laut dem Spiegel sind derartige Klagen im internationalen Musikgeschäft keine Seltenheit, wenngleich die Beweislage oftmals nicht genau geklärt werden kann.

Wie erfolgreich ist Rihannas umstrittener Song?

Rihannas „Lift Me Up“ wurde 2022 für den Marvel-Film „Black Panther: Wakanda Forever“ produziert und erreichte internationale Chartplatzierungen. Wie FOCUS online berichtet, erhielt der Song neben der Oscar-Nominierung weltweit Gold- und Platinauszeichnungen.

Dieser Erfolg verstärkt den Brisanzfaktor: Sollte sich der Plagiatsverdacht vor Gericht bestätigen, könnte dies nicht nur finanzielle Konsequenzen in Millionenhöhe haben, sondern auch dem Image von Rihanna schaden. Ob es jedoch tatsächlich zu einer Klage von Schlagerlegende Christian Anders kommen wird, bleibt abzuwarten.

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© Südkurier