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Seine Kunst soll provozieren und herausfordern: Wie Ralph Schulz die Betrachter an Grenzen bringt

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26.04.2026

Kunst, das ist für Ralph Schulz vieles: Ein Ventil für Emotionen, ein Weg, Tiefpunkte zu verarbeiten, ein Medium, das auszudrücken, was ihn bewegt. Vor allem ist es aber inzwischen ein wichtiger Teil seines Lebens. Sie hat ihn durch dunkle Phasen begleitet, sie macht ihm aber vor allem viel Spaß und ist Leidenschaft, wie er sagt. Aber was macht eigentlich den anhaltenden Reiz aus, wo warten Herausforderungen – und wie kam es eigentlich dazu, dass er so intensiv in dieses Metier eingestiegen ist?

Kunst begleitet ihn durch schwere Zeit

Eigentlich ist Ralph Schulz erblich vorbelastet, wenn es um Kunst geht: „Meine Mutter wie auch meine Großväter haben bereits gemalt.“ Ihm habe seine Kunstlehrerin ebenfalls Begabung attestiert. Er habe auch immer Spaß daran gehabt. Das war ein Grund, warum er schließlich auch Grafikdesign studiert habe: „Aber es hat mir einfach über weiter Strecken die Zeit gefehlt“, sagt Schulz heute. Beruflich und privat sei einiges los gewesen. Da sei einfach kein Platz gewesen.

Erst als sein Vater schwer erkrankt sei, habe er zur Kunst zurückgefunden. Dann aber richtig, wie Ralph Schulz sagt. Mit einer bemalten Tischplatte habe es angefangen: „Ich konnte meine Gefühle und die innere Belastung sehr gut auf diese Weise verarbeiten. Wenn ich das alles in einem Bild verarbeitet habe, geht es mir besser.“ So beschreibt Schulz die Wirkung seines Schaffens. Es sei vergleichbar mit einem Sänger, der in seinen Liedern über Liebeskummer oder dergleichen singt. Und Tiefpunkte, in denen ihm Kunst geholfen habe, habe er seither einige durchlebt.

Emotionen spielen in Schulz' Schaffen eine zentrale........

© Südkurier