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Bewährung trotz dickem Vorstrafenregister? So begründet das eine Richterin

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03.05.2026

Viele Angeklagte versuchen, im Gerichtssaal mit emotionalen Entschuldigungen und reuevollen Beteuerungen ein milderes Urteil zu bekommen. Andere zeigen wenig Einsicht - und bekommen trotz etlicher Vorstrafen und Jahre im Gefängnis dennoch genau das. So ein 35-Jähriger, der wegen Hausfriedensbruchs vor dem Amtsgericht Stockach angeklagt war und sogar schon die Stadtverwaltung in den Wahnsinn getrieben hat. Denn Richterin Melina Michalski zeigte sich von der Verwandlung des Mannes beeindruckt, auch wenn der Angeklagte diese durch seine harte Schale kaum durchblicken ließ.

Angeklagter räumt Tatvorwurf ein, zeigt aber wenig Einsicht

Vorgeworfen wurde dem Mann von der Staatsanwaltschaft, im Dezember 2024 eine Unterkunft für Obdachlose betreten zu haben, obwohl er nach zahlreichen Vorfällen bereits drei Jahre zuvor ein Hausverbot für diese erhalten hatte. Der Angeklagte räumte die Vorwürfe vor Gericht grundsätzlich ein. Er sei in der Dezembernacht nach einem Leben voller Obdachlosigkeit, Drogen, Kriminalität und Verurteilungen mit Haftaufenthalten mal wieder an einem Tiefpunkt gewesen. Am Tag danach sei eine Entgiftung angestanden, für die Nacht habe er keine Bleibe gehabt und sei deshalb zu der Unterkunft, in der auch sein Bruder wohne.

Dass er bereits ein Hausverbot........

© Südkurier