„Vom Training habe ich Narben“: Eine Influencerin aus dem Allgäu lernt in China Kung-Fu
„Hallo, ich bin Anna und ich zeige euch meinen Alltag in einer Kung-Fu-Schule in China“, sagt eine junge Frau gut gelaunt in die Kamera. Auf Instagram zeigt sie sich beim Meditieren und Trainieren und beim Lernen von Kung-Fu-Formen, während sich im Hintergrund die filmreife Silhouette einer antiken chinesischen Stadt abzeichnet. Sie zeigt auch ihren Körper, der, passend zur Kulisse, selbst aussieht, als würde er aus einem Action-Film kommen: Ihre Arme und Beine sind übersät mit blauen Flecken.
Anna Gazanis aus dem Allgäu ist ausgebildete Milchwirtschaftliche Laborantin. Mittlerweile ist seit fünf Jahren selbstständig und als Internet-Persönlichkeit deutschlandweit bekannt: Auf der Streaming-Plattform Twitch folgen ihr etwa 150.000 Menschen, auf Instagram 350.000 und auf TikTok sogar 1,8 Millionen. Im Netz zeigt sie sich beim Kochen, Videospiele spielen, Quatschen – und beim Kampfsport. Das Boxen zählt zu ihren größten Leidenschaften. Gazanis will vor allem Frauen für den Kampfsport motivieren und damit Geschlechterklischees aufbrechen, sagt sie: „Wir Frauen können Motorradfahren, Eishockeyspielen oder Boxen und sind damit nicht weniger weiblich. Kampfsport hat unglaublich viel für mein Selbstbewusstsein gemacht.“
Ausprobiert habe Gazanis schon vieles: Muay Thai zum Beispiel, also thailändisches Boxen oder Mixed Martial Arts, was Techniken aus verschiedenen Kampfsportarten wie Kickboxen, Judo oder Brazilian Jiu-Jitsu vereint. Kung-Fu habe bisher noch nicht auf ihrer Liste gestanden, bis ihr immer wieder Videos einer chinesischen Kampfsportschule angezeigt wurden. Dann war ihr........
