Pflege und Rente: Ohne Reformen drohen Unter-40-Jährigen hohe Beiträge
Die Bundesregierung plant umfassende Reformen in der Pflege und der Rente: Das Bundesgesundheitsministerium hat Anfang Juni 2026 einen Entwurf zum Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG) veröffentlicht. Vorgesehen sind unter anderem geringere Leistungen für Pflegebedürftige und weniger Rente für pflegende Angehörige, was bereits zu Kritik von Fachverbänden wie dem Deutschen Pflegerat und dem GKV-Spitzenverband führte. Für die Zukunft des Rentensystems hat derweil Ende Juni 2026 eine eingesetzte Alterssicherungskommission 33 Empfehlungen an die Bundesregierung vorgelegt. Unter anderem schlägt sie vor, die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren (umgangssprachlich „Rente mit 63“) abzuschaffen und das Rentenalter zukünftig stärker an die steigende Lebenserwartung zu koppeln. Auch an vielen dieser Vorschläge gab es Kritik vonseiten Gewerkschaften, Sozialverbänden und Ministerpräsidenten mehrere Bundesländer.
Andere Experten sagen, es brauche diese Reformen. Laut Bundesregierung könnten nur durch die geplanten Reformen in der Renten- und Gesundheitspolitik die Sozialversicherungen auch künftig finanzierbar und verlässlich bleiben. Der demografische Wandel und die aktuelle konjunkturelle Schwäche würden die Sozialsysteme unter einen enormen finanziellen Druck setzen. Wichtig ist der Koalition demnach aber, dass die Lasten fair verteilt werden, über alle Bevölkerungs- und Einkommensgruppen sowie Generationen hinweg. Eine neue Studie zeigt, dass ohne Reformen Arbeitnehmende und ihre Arbeitgeber immer mehr Beiträge zahlen müssten – vor allem jüngere Generationen und Menschen mit mittlerem und kleinem Einkommen hätten demnach mehr zu........
