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Ministerin will Hilfen für Alleinerziehende kürzen

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13.07.2026

Es passiert in Deutschland zehntausendfach und ist längst zu einem finanziellen Problem für den öffentlichen Haushalt geworden: Wenn der leibliche Vater (Mütter eher seltener) sich nicht oder nicht ausreichend am Unterhalt für sein Kind beteiligt, springt Vater Staat ein. Bis das Kind 18 Jahre alt ist, wird bislang ein so genannter Unterhaltsvorschuss gezahlt. Theoretisch bedeutet „Vorschuss“, dass der Staat sich das Geld vom Vater zurückholen kann – praktisch geschieht das allerdings nur sehr selten. 3,2 Milliarden Euro überwiesen Bund und Länder 2024 für den Unterhaltsvorschuss an Alleinerziehende. Tendenz steigend. Die sogenannte Rückgriffquote, also der Teil des Geldes, den sich die Behörden wieder zurückholten, lag 2024 bei nur 17 Prozent (545 Millionen Euro).

Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) rüttelt nun an dem Modell: Sie will den staatlichen Vorschuss nur noch bis zum 16. Geburtstag von Kindern zahlen – und auch das nur für maximal 72 Monate. Die........

© Südkurier