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Mehr als die Frau an seiner Seite: Die seltsame Rolle der First Lady

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24.07.2026

Vielleicht hätte alles anders kommen können, wenn nur die Chemie zwischen den beiden gestimmt hätte. Wie ein „kalter Fisch“ sei sie, ätzte Will Harris, ein damals junger Brite, über die Frau, die er gerade in einer Dating-Show kennengelernt und mit der er einen Kurzurlaub auf Gibraltar verbracht hatte. Auch sie war wenig begeistert. „Blind Date“ hieß die Sendung, sie war so etwas wie die britische Version von „Herzblatt“. Die Frau, die nach einem heißen Flirt gesucht hatte, war Marie-France van Heel. Seit dieser Woche ist sie die neue First Lady von Großbritannien. Das Kuriose an der Geschichte: Zum Zeitpunkt der Sendung war sie längst liiert mit Andy Burnham, heute Premier. Die beiden hatten sich während des Studiums kennengelernt. „Ich dachte, ein Auftritt in einer Partnervermittlungsshow könnte meinen Bekanntheitsgrad steigern und meiner Karriere helfen“, erzählte van Heel später einmal. Burnham hatte nichts gegen den Spaß. Und der Beziehung hat es nicht geschadet: Die beiden bekamen drei Kinder, sind seit dem Jahr 2000 verheiratet. Nur einen Gefallen will Marie-France van Heel – gebürtig aus den Niederlanden – ihrem Andy nicht tun: In die Downing Street 10 ziehen.

Die Frau an seiner Seite – eine Rolle, die vielen heute nicht mehr reicht. Van Heel ist Marketing-Expertin, Charlotte Merz, Gattin des deutschen Bundeskanzlers, arbeitet weiter als Richterin im Sauerland, Michelle Obama wird bis heute von vielen Wegbegleitern als die bessere US-Präsidentin betrachtet. Die Aufgabe ist alles andere als einfach: Die First Lady hat sich nie selbst zur Wahl gestellt, und doch wollen die Kameras immer auch einen Blick auf sie erhaschen.........

© Südkurier