Friedrich Merz: Drei Wochen Urlaub, ein Berg voller Probleme
Drei Wochen und zwei Tage. So lange war Friedrich Merz öffentlich nicht zu sehen. Während der Kanzler am Tegernsee Urlaub machte, geriet um ihn herum einiges in Bewegung. „Fremde Mächte“ attackierten den Flughafen in Leipzig mit einer Drohne, die Hitzewelle forderte das Leben von tausenden Menschen, Feuerwehrleute kämpften gegen die Waldbrände und der Wahlkampf in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern sorgte dafür, dass das mühsam geschnürte Rentenpaket wieder aufgeknüpft wurde. Während Bundesinnenminister Alexander Dobrindt und Unionsfraktionschef Thorsten Frei versuchten, die Diskussionen einzufangen, war vom Kanzler selbst kein Wort zu hören.
Im Bundeskanzleramt bemühte man sich, den Eindruck zu zerstreuen, der Chef nehme es mit der Work-Life-Balance vielleicht etwas zu genau. „Die Begriffe Bundeskanzler und Urlaub passen nicht wirklich richtig zueinander, weil ein Bundeskanzler nie im Urlaub ist“, sagte Vize-Regierungssprecher Sebastian Hille. „Aus der Tatsache, dass der Bundeskanzler keine öffentlichen Termine wahrnimmt, zu schließen, dass der Bundeskanzler im Urlaub sei, ist nicht zutreffend.“ Deshalb sei auch die Frage nach dem Ende des Kanzlerurlaubs nicht zu beantworten. „Wenn man sozusagen nie wirklich weg ist, nur weil man........
