Einschlag in Rumänien: Wie Russland die Nato unter Druck setzt
Es war mitten in der Nacht, als die mit Sprengstoff beladene Drohne in das Hochhaus donnerte. Sie durchschlug das Dach, im zehnten Stock des Gebäudes brach sofort Feuer aus, eine 53 Jahre alte Frau und ihr 14-jähriger Sohn wurden verletzt. Am Morgen danach sind die verkohlten Wände Zeugen eines Vorfalls, der die Europäer und die Nato zunehmend nervös macht. Erneut ist eine russische Drohne auf europäischem Boden eingeschlagen, diesmal traf es Rumänien, die Stadt Galati liegt ganz im Osten des Landes. Zuletzt hatte es im Baltikum ähnliche Vorfälle gegeben. Mehrfach waren unbemannte Flugkörper gesichtet worden, auch in den finnischen Luftraum waren Drohnen eingedrungen, Belarus wiederum ließ Schmuggelballons über die Grenze fliegen. Lettland drohte Moskau zwischenzeitlich offen mit Vergeltung. Nun also Rumänien.
Die Nato reagierte unverzüglich – und doch hilflos. „Wir verurteilen Russlands Rücksichtslosigkeit, und die Nato wird ihre Verteidigung gegen alle Bedrohungen weiter stärken - auch gegen Drohnen“, teilte Sprecherin Allison Hart mit. Generalsekretär Mark Rutte stehe nach dem Einschlag der Drohne in Kontakt mit den rumänischen Behörden. Zu dem Vorfall sei es gekommen, als........
