Söders Herausforderungen - und die ungelöste P-Frage
In der CSU haben viele in dieser Woche vor dem Parteitag erst einmal kräftig durchgeatmet. In gleich zwei aufeinanderfolgenden Umfragen konnte die Partei von Ministerpräsident Markus Söder ihr Ergebnis von der Landtagswahl 2023 einmal genau und einmal fast erreichen. Die 37 und 36 Prozent hätten in früheren Jahren für hektisches Treiben gesorgt, inzwischen liegt die Messlatte bei den Christsozialen aber deutlich niedriger. Also alles gut?
Nicht ganz. Söder durfte zwar auf dem Parteitag - anders als die Union im Bund oder beispielsweise die CDU in Nordrhein-Westfalen - zurecht darauf verweisen, dass sich die CSU derzeit vom bedrohlichen Abwärtstrend der Union in Umfragen abkoppeln kann. „Vielleicht sind wir tatsächlich der stärkste Teil der Union“, betont Söder in seiner rund 75-minütigen Rede. Die CSU müsse kämpfen, dürfe nicht im „Wachkoma“ liegen. Selbstverständlich ist dies nicht, denn immerhin sitzen die Christsozialen in Berlin mit CDU und SPD am Regierungstisch. Gleichwohl ist auch in der CSU dieser Tage nicht alles eitel Sonnenschein.
Fünf Fragen, die nicht nur in der Partei intensiv diskutiert werden:
1. Die Angst um den eigenen Volksparteistatus
Söders Rede hat kaum begonnen, da hallt die Existenzfrage durch die Messehalle: „Es geht jetzt um die Existenz der Volkspartei. Daher müssen und wollen und werden wir heute ein Signal setzen“, ruft Söder seiner Partei entgegen.........
