Schichtwechsel im Seewerk: So schafft die Werkstatt durch Teilhabe Sinn und Perspektiven
„Hier findet jeder seinen Platz.“ Mit diesen Worten leitet Christine Schünemann, Vertrauensperson des Werkstattrates, am 25. September ihre Führung durch das Radolfzeller Seewerk im Rahmen des bundesweiten Aktionstags „Schichtwechsel“ ein. Im Foyer der Einrichtung warten Mitarbeiter einiger regionalen Unternehmen gespannt, die bunten Gänge der Werkstatt zu besichtigen, in der über hundert Menschen mit psychischen Erkrankungen oder geistigen und körperlichen Behinderungen jeden Tag handwerklich arbeiten.
Die anwesenden Zollbeamten aus Bietingen, die das Seewerk an diesem Tag besuchen, tragen ihre Polizeiuniform, Gärtner der Mettnau-Klinik sind in Arbeitshosen für den nächsten Auftrag in der Natur gewappnet. Doch beim „Schichtwechsel“ gehen die Beschäftigten des Zollamtes, der Mettnau-Klinik, der Druckerei Zabel und von Allweiler aus ihrem gewohnten Arbeitsalltag aus - und erhalten einen Einblick in den Arbeitsalltag im Seewerk.
Die Aktion „Schichtwechsel“
Der jährliche Aktionstag „Schichtwechsel“ wird von der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen organisiert. Er ermöglicht Menschen mit und ohne Behinderung, den Arbeitsplatz zu tauschen und Einblicke in die Arbeits- und Lebensrealität des anderen zu erhalten. Das Ziel: einen inklusiven Austausch anzuregen und den Wert von gesellschaftlicher Teilhabe zu unterstreichen. Der Seewerkverbund der Caritas Konstanz nimmt seit mehreren Jahren am Schichtwechsel teil.........
