Großer Empfang, lange Konfliktliste: Xi besucht Trump
Nach einem pompösen Besuch von US-Präsident Donald Trump in Peking im Mai folgt nun die Gegenvisite: Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping trifft heute in Washington ein. Trump fährt für ihn bis Freitag mit Militärschau, Staatsbankett samt hochrangiger Tech-Bosse und einem gemeinsamen Tee ein umfangreiches Programm auf. Werden die beiden Großmächte in ihrem erbitterten Handelskonflikt abrüsten?
Zuletzt war Xi 2023 zum Wirtschaftsgipfel Apec nach Kalifornien gereist. Während des Besuchs traf er den damaligen Präsidenten Joe Biden zu einem eigenen bilateralen Gipfel. Trump hatte ihn bereits 2017 in dessen Anwesen Mar-a-Lago in Florida empfangen. Sein bislang letzter Staatsbesuch mit Empfang im Weißen Haus war 2015.
Nur einen Tag vor Xis Ankunft unterzeichnete Trump ein Abkommen mit Dänemark und Grönland zur Verteidigung und mehr militärischer Präsenz auf der Arktisinsel. Die USA wollen Konkurrent China davon abhalten, Einfluss in der Region zu gewinnen. Der Schritt Trumps könnte zu diplomatischen Verstimmungen auf dem Gipfel führen.
Ein gespaltenes Verhältnis zwischen Trump und Xi
Trump holt Xi persönlich am Flughafen ab, das soll Nähe zeigen. Aus Peking wird signalisiert, dass die beiden Großmächte enger zusammenarbeiten wollen, vielleicht auch bilateral - was Drittländer genau beäugen.
Doch es ist auch klar: Das Verhältnis zwischen den USA und China ist voller Konflikte. „In vielerlei Hinsicht ist der Besuch selbst die Botschaft“, sagt der China-Experte Edgard Kagan vom Washingtoner Forschungsinstitut CSIS. Beide Staatschefs seien überzeugt, dass nur ihre persönlichen Kontakte die Beziehungen steuern könnten.
Auch Mikko Huotari, Direktor des China-Instituts Merics, dämpft die Erwartungen an den Gipfel. „Xi braucht in Washington........
