Kühlschrank, Kitsch-Kunstwerke und KI: Krimikomödie sorgt für Lachsalven
Es braucht wohl schon einiges, um einen gestandenen Kriminalermittler aus der Fassung zu bringen. Im Stück von Jochen Matthies gelingt das einem Küchengerät. „Das Ding spricht ja“, weicht der Beamte erschrocken zurück – und kommt dabei gefährlich nah an den Bühnenrand heran. „Fünf Gauner und ein vorlauter Kühlschrank“ heißt die Krimikomödie, die das Theater „kreuz & quer“ nun in der Markdorfer Stadthalle aufgeführt hat. Ausgewählt hatte es Robert Bagehorn, der neue Regisseur des Ensembles. Und wenn der Applaus nach dem Schlussvorhang als Gradmesser für den Anklang bei den Zuschauern gewertet werden darf, dann war Bagehorns Regiedebüt ein voller Erfolg. Ein verdienter noch dazu, denn sich an eine Komödie heranzuwagen, erfordert großen Mut. Die Pointen müssen sitzen. Gestisch, mimisch, vor allem rechtzeitig – denn kommen sie zu früh oder zu spät, zündet kein Humor. Kurz: Beim vermeintlich Leichten, bei der Heiterkeit, erst erweist sich echte Könnerschaft. Ansonsten droht, was dem erschrockenen Kriminalermittler (gespielt von Thomas Deusch) zum Glück erspart bleibt: der Absturz auf offener Bühne.
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