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Kunst zwischen archaischen Bildformen und zeitgenössischer Abstraktion

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04.05.2026

Die Galerie im Turm, der lichtdurchflutete Eingangsbereich der Donaueschinger Stadtbibliothek, ist eigentlich ein schwer bespielbarer Raum für zweidimensionale Arbeiten. Aber, dass das dennoch funktionieren kann, wird dem Besucher nun mit Arbeiten des Künstlers Abi Shek eindrucksvoll vor Augen geführt.

Die Ausstellung zeigt, wie kraftvoll Reduktion in der Kunst doch wirken kann. Im Zentrum des Künstlers stehen großformatige Holzschnitte, in denen Tiere – Rinder, Schafe, Ziegen, Vögel, Hirsche – als tiefschwarze Silhouetten auf hellem Leinwandgrund erscheinen. Die Motive, die zuweilen mit blauer Tusche kombiniert sind, scheinen mit den weißen Wänden der Galerie zu verschmelzen und entwickeln trotz ihrer Statik eine gewisse Räumlichkeit und ein Eigenleben, als scheinen sie zu schweben.

Abi Shek, geboren 1965, stammt aus dem Kibbuz Bet-Nir in Israel. Er wuchs mit den........

© Südkurier