Erstmals seit 180 Jahren soll ein Wolf in Baden-Württemberg abgeschossen werden
Zum ersten Mal seit fast 180 Jahren soll in Baden-Württemberg legal ein Wolf erschossen werden. Das Umweltministerium hat für das streng geschützte Tier eine artenschutzrechtliche Ausnahme erlassen. Ein anonymes Team von Spezialisten soll den sogenannten Hornisgrinde-Wolf aufspüren und töten.
Die Erlaubnis erstreckt sich ausdrücklich nur auf diese Personen. Die Pächter der betroffenen Jagdreviere müssen das Dreierteam in ihren Revieren dulden; die Entscheidung wurde ihnen deshalb am Dienstagmorgen übersandt. Auf Anfrage unserer Redaktion bestätigte das Umweltministerium den Vorgang. „Das Entnahmeteam besteht aus fachkundigen Spezialisten“, erklärte ein Sprecher. „Sie sind zusätzlich ausgebildet, einen auffälligen Wolf zu schießen, wenn vorhergehende Maßnahmen nicht gegriffen haben.“
Der Hornisgrinde-Wolf ist ungewöhnlich kontaktfreudig, das wird ihm nun zum Verhängnis. GW2672m, wie Experten den Rüden nennen, gilt seit Frühjahr 2024 rund um den Gipfel im Nordschwarzwald als sesshaft. Seither kommt es immer wieder zur Begegnung mit Menschen, besonders im Forbacher Ortsteil Herrenwies, dessen gut 30 Häuser vom Nationalpark Schwarzwald umschlossen sind.........
