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Zu alt und zu anfällig: Wie der Wald von Bodman-Ludwigshafen jünger werden soll

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09.04.2026

Damit der Gemeindewald von Bodman-Ludwigshafen eine Zukunft hat, muss sich darin einiges tun. Ganz ohne Herausforderungen wird das aber nicht ablaufen. Das ist der Tenor einer Waldbegehung auf dem Mühlsberg, zu der Alex Fischer, Revierleiter der Gemeinde, Nils Uhlenhaut, Referatsleiter Forsthoheit und Waldnaturschutz aus dem Kreisforstamt in Radolfzell und Forsteinrichter Tobias Miller eingeladen hatten.

Der Hintergrund: An diesem Abend sollen die Gemeinderäte über die Forsteinrichtung der kommenden zehn Jahre entscheiden. Das heißt, was im Wald passieren soll, damit dieser zukunftsfähig bleibt. Dafür hätten Miller und Fischer den Wald wochenlang geprüft. „Wir haben den Wald einmal komplett durchleuchtet“, so Miller. Ein Ergebnis: Der Gemeindewald ist ziemlich alt. Besonders hoch sei der Anteil der Bäume, die zwischen 81 und 100 Jahre alt sind, wie Miller anhand einer Präsentation verdeutlichte.

Damit der Wald allerdings dem Klimawandel standhalten kann, muss er verjüngt werden. Wie dies aussehen kann, zeigten die drei Experten am direkten Beispiel im Wald selbst. Denn für einen Waldumbau gibt es verschiedene Maßnahmen, die alle mit ihren ganz eigenen Problemen daherkommen. Der erste Halt ist an diesem Abend an einer 0,3 Hektar großen Fläche, auf der zu 90 Prozent Stieleichen gepflanzt wurden und zu zehn Prozent Buchen. Die Freifläche sei durch einen Sturm entstanden, wie Miller erklärt.

Schutzmaßnahme ist viel Arbeit für die Forstarbeiter

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